Brüel : 19 erlernen das Feuerwehr-Abc

In der Gruppe üben die Kameraden die Handgriffe bei einem Löscheinsatz.  Fotos: roswitha spöhr
1 von 2
In der Gruppe üben die Kameraden die Handgriffe bei einem Löscheinsatz. Fotos: roswitha spöhr

Teilnehmer des Truppmann-Lehrgangs in Brüel büffeln in ihrer Freizeit fürs Ehrenamt.

von
01. März 2014, 03:50 Uhr

Auch heute herrscht bis in die Nachmittagsstunden wieder reger Betrieb im Brüeler Feuerwehrgerätehaus. 19 Kameraden absolvieren hier ihre Grundausbildung für Feuerwehrleute, den so genannten Truppmann-Lehrgang. Seit 8 Uhr sind sie ebenso wie ihre Ausbilder Mathias Ohms, zugleich stellvertretender Wehrführer in Brüel, und Manfred Wilken im Einsatz.

Die Truppmann-Ausbildung, die jeder aktive Feuerwehrmann zu Laufbahn-Beginn absolvieren muss, umfasst 70 Stunden, darunter 16 Stunden Erste Hilfe. Die Teilnehmer aus den Freiwilligen Feuerwehren Dabel, Hohen Pritz, Sternberg, Brüel, Zahrensdorf-Langen Jarchow und Borkow verzichten dafür an vier Freitagabenden und fünf Sonnabenden auf ihre Freizeit, büffeln Theorie oder zeigen in der Praxis, ob sie das Erlernte umsetzen können. Am 8. März steht dann für alle eine zweistündige Prüfung ins Haus, die ein Prüfer vom Kreisfeuerwehrverband abnimmt.

„Was die Kameraden hier leisten, ist gar nicht hoch genug anzurechnen. Wer noch Schüler ist, freut sich auch auf seine Freizeit. Und es gibt Kameraden, die Familie haben, die Woche über arbeiten und vielleicht ausliegen. Wenn die Familie dann nicht dahinter steht, könnte derjenige gar nicht an so einem Lehrgang teilnehmen“, sagt Ohms.

Zum Lehrstoff an den Freitagabenden gehören beispielsweise die Rechte und Pflichten der Feuerwehr, Fahrzeugkunde und als Theorie, was den Kameraden dann im Ernstfall abverlangt wird. „Um Stiche und Bunde zu lernen, gehen wir in die Fahrzeughalle“, sagt Mathias Ohms.

Er und Manfred Wilken sind ein gut eingespieltes Team, was die Ausbildung betrifft. „Wir machen das schon sehr lange zusammen“, so Ohms. Wobei Wilken auf Erfahrungen aus noch mehr Jahren als Ausbilder aufbauen kann – als Amtswehrführer des Kreisfeuerwehrverbandes Sternberg, damals gemeinsam mit Horst Rausch von der Feuerwehr Zahrensdorf-Langen Jarchow. Und sowohl die Erfahrungen von Manfred Wilken als auch die von Mathias Ohms fließen in die jetzigen Lehrgänge ein, sagen die beiden. „In der Ausbildung merkt man, wie der Stand in den einzelnen Wehren ist. Das Wissen der Kameraden ist zum Teil sehr unterschiedlich“, so Ohms. Dass der Truppmann-Lehrgang Teilnehmer aus verschiedenen Wehren zusammenbringt, pflege aber auch die Kameradschaft, weiß er. „Viele kennen sich von der Jugendfeuerwehr oder von Wettkämpfen. Aber es gibt auch ältere Quereinsteiger. Das Zusammenwirken von Jung und Alt funktioniert. Und bei Einsätzen müssen auch verschiedene Wehren zusammenarbeiten“, erklärt er.

Und so sind die jüngsten Teilnehmer in Brüel gerade 16 Jahre, der älteste 48 Jahre alt.

Am heutigen Sonnabend geht es wieder in die Praxis, wobei auch schon mal die Sternberger Drehleiter zum Einsatz kommt oder die großen Hallen der Dienstleistungs- und Handelsgesellschaft (DHG) einbezogen werden, zum „Anleitern“. Dazu müssen die Feuerwehrleute vier Leiterteile zusammenstecken und kommen so auf eine Rettungshöhe von acht Metern. „Wir haben hier sehr günstige Bedingungen, was die Räume und die Technik betrifft“, weiß nicht nur Manfred Wilken zu schätzen.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen