Neukloster : 15. Dezember soll Richtfest sein

Schulleiterin Astrid Paschen schaut täglich, wie es mit dem neuen Anbau des Sonnenkamp-Gymnasiums in Neukloster vorangeht.
Schulleiterin Astrid Paschen schaut täglich, wie es mit dem neuen Anbau des Sonnenkamp-Gymnasiums in Neukloster vorangeht.

Neuer Anbau am Gymnasium Neukloster nimmt Konturen an / Einzug von vier Klassen ist zum Schuljahrsbeginn 2016/17 geplant.

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20. November 2015, 17:44 Uhr

Die Bodenplatte für den eine Grundfläche von 451 Quadratmetern einnehmenden Ersatzbau am Sonnenkamp-Gymnasium in Neukloster ist fertig. Seit dieser Woche zieht die Schweriner Baufirma Gabler die Wände hoch. „Am 15. Dezember um 12 Uhr ist Richtfest; mit Landrätin Kerstin Weiss“, so Schulleiterin Astrid Paschen gegenüber SVZ. Mit einer Einschränkung freilich: „Wenn das Wetter mitspielt…“


Am Sonnenkamp geht’s derzeit kuscheliger zu


Auf ihrem Weg zum Arbeitszimmer hat Astrid Paschen einen herrlichen Fensterblick aufs Baugeschehen. „Die Zusammenarbeit mit dem Bauamt sowie dem Architektenbüro ist sehr gut“, betont die Schulleiterin, die wie alle am Gymnasium der Fertigstellung zum Schuljahresbeginn 2016/17 entgegenfiebert. Derzeit ist es etwas „kuscheliger“ im alten Aula-Gebäude mit den 330 Schülern in insgesamt 14 Klassen. „Aber es ist nicht so schlimm wie gedacht. In der Sporthalle gibt es zudem einen Ausweichraum, aber der wird selten genutzt“, betont Paschen.

An der Stelle des Ersatzbaus in der August-Bebel-Straße stand bis Ende vergangenen Schuljahres ein Schulcontainer. Eigentlich war dieser nur temporär gedacht als Übergangslösung wegen der Vielzahl der Gymnasiasten Ende der 90er, damals noch ab Klasse 5. Aus der kurzfristigen „Notlösung“ wurde freilich eine Langzeit-Angelegenheit. Den Container – hierin befanden sich vier Klassenräume für bis zu 32 Schüler sowie ein Lehrerzimmer – durchliefen sage und schreibe 17 Abitur-Jahrgänge. Jetzt war das Dauer-Provisorium endgültig verschlissen und wurde in den Sommerferien abgerissen.

Der massive Ersatzbau ist mit 895 000 Euro die zur Zeit größte Investition des Nordwestkreises im Schulbereich. Mit dem Neubau entstehen erneut u.a. vier Klassenräume, ein Flur mit Aufenthaltsbereich, zudem Sanitäranlagen Jungen/Mädchen und ein Behinderten-WC und draußen eine Überdachung, falls es regnet. Und natürlich wird der für Schulzwecke nötige Schallschutz eingebaut. Besonderheiten gibt es laut Christian Drechsler, Büroleiter von Landrätin Weiss, freilich nicht: „Es ist ein zweckmäßiger Schulbau gemäß Baurichtlinien.“

Die Architektin ist Barbara Zielenkiewitz aus Wismar. „Das Architekturbüro hat schon den 1994 abgeschlossenen Umbau und Modernisierung des Hauptgebäudes vorgenommen“, so Paschen.

Das Gymnasium Neukloster mit seinen dunkelroten Klinkern wurde im Jahr 1904 errichtet als so genanntes Aula-Gebäude für das Großherzogliche Lehrerseminar. Zu DDR-Zeit hatte es dann wechselnde Verwendungen; es beherbergte den Kindergarten; von 1954 bis 1977 war es als Stätte des Instituts für Lehrerbildung (IfL) genutzt.

Mit der Wende und der Bildung des Landkreises Wismar (Autokennzeichen WIS) wurden – wegen der damals strikten Trennung mit der Hansestadt Wismar – ab 1991 in Neukloster sowie Dorf Mecklenburg Gymnasien eröffnet, die beide bis heute bestehen. Und so zogen ab 1994 Gymnasiasten ins Aula-Gebäude des Großherzoglichen Lehrerseminars ein.

Das Schuleinzugsgebiet geht von Warin über Passee, Tüzen und Nantrow sowie der Insel Poel und südlich bis nach Bad Kleinen.





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