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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

15. Dezember 2017 | 19:09 Uhr

Neukloster : 140 Schuljahre auf dem „Buckel“

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Regionale Schule in Neukloster feiert ihren Geburtstag mit einem abwechslungsreichen Programm.

Eine farbige „140“, umrahmt von bunten Papierherzen, prangte gestern über dem Eingang der Regionalen Schule in Neukloster. Schüler, Lehrer und Erzieher begingen das 140-jährige Bestehen des altehrwürdigen Backsteinhauses.

Schulleiter Roland Polzin ließ in seiner Eröffnungsrede die wechselvolle Schulgeschichte Revue passieren: 1874 als Übungsschule für zukünftige Lehrer (Seminaristen) erbaut. 1923 gab es im Obergeschoss eine Jugendherberge. Zur Zeit des Nationalsozialismus war von 1936 bis 1938 der Reichsarbeitsdienst im Obergeschoss untergebracht. Nach dem II Weltkrieg diente das Gebäude von März bis Oktober 1945 als Lazarett. Dann wurde das Haus als Grundschule eröffnet und beherbergte ab 1952 bis 1958 auch weiterhin die Oberschule. Bis zur Schulreform 1991 besuchten die Schüler der 1. bis 10. Klasse die Polytechnische Oberschule.

320 Schüler werden heute in der Regionalen Schule in 16 Klassen von 25 Lehrern und einem Referendar unterrichtet.

Die Schüler stellten unter Leitung ihrer Klassen- und Fachlehrer, ein buntes Bühnenprogramm auf die Beine. „Im Projekttag haben wir mit den Schülern vorgearbeitet. Eine Generalprobe gab es vorher auch noch“, erzählte Elke Maronn. Die Musik- und Deutschlehrerin arbeitet seit 1992 an der Schule und moderierte das Programm, bei dem Zauberei, Musik, Gesang und Gedichte dargeboten wurden. Kräftigen Applaus bekamen die sportlichen Achtklässler, als sie ihre akrobatische Pyramide zeigten. „Eingeübt haben wir das mit unserer Sportlehrerin Dietlind Schieweck“, erzählte Steven Pietsch aus Warin. Die Warinerin Sarah Téglás hatte sich ebenfalls für diese akrobatischen Elemente entschieden.

Unzählige Lacher lockten die Darstellungen des Schulunterrichts aus drei Jahrzehnten hervor. Die Klasse 10 b hatte diese originelle Nummer mit Tim Lübbe und Elke Maronn einstudiert .

Johannes Meyer fungierte als Lehrer aus den der Schulhausanfängen im 19. Jahrhundert, als die Hände noch züchtig auf dem Tisch lagen, und sprach die Schüler mit „Sie“ an. Zur DDR-Zeit wurde natürlich das blaue Halstuch um den Hals geknotet und vor Unterrichtsbeginn ein Pionierlied angestimmt. Pauline Zühlke füllte ihre Rolle mit großem Humor aus. Schwerer hatte es dagegen ihre „Kollegin“ Susann Ihring, weil sie die Schulsituation der heutigen Zeit zu meistern hatte und die Schüler sich alles andere als kooperativ darstellten.

Die Schülerfirma „Snack Bar“ hatte Kuchen in der Schulküche gebacken und bot ihn frisch vom Backblech an. Oliver Shaborski aus der 8 b hatte zwei Bleche Pflaumenkuchen gezaubert. Der Wariner ist seit einem Jahr dabei, bereitet die Snacks vor und hat gern Umgang mit anderen Schülern. „Wir sind 20 Schüler in unserer Firma und für das Snackangebot in der Pause zuständig“, erzählte Lisa Görke. Die 16-jährige Zurowerin ist die Chefin der Schülerfirma, die von Lehrerin Angelika Thomalla angeleitet wird.

Seit zwei Jahren besuchen Anna Wundrak, Jette Giesler und Vanessa Schulte die Regionale Schule in Neukloster. Die Elfjährigen aus Allwartshof, Ziegelberg und Pennewitt, waren schon in der Grundschule zusammen. Ihnen gefällt der große Schulhof. In der Vorbereitungsphase haben sie an einer Schmuckgirlande mit gebastelt.

Die Mädchen umstanden die Reitponys vom Reit- und Fahrverein Strameß. Denise Wagner, die hier zur Schule geht, organisierte die Ponydamen Heidi und Hera. Anna Tennert und Lucie Gutzeit hatten auf Pferdrücken Platz genommen und folgten dem Bühnenprogramm.

Auf dem Schulhof luden aktive Spiele zum mitmachen ein, ehe zum Festabschluss bunte Luftballons in den Spätsommerhimmel aufstiegen.



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