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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

19. November 2017 | 00:29 Uhr

Kommunalwahl : 13 Bürgermeister stehen fest

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Jürgen Goldberg in Brüel und Dettlef Lukat in Bibow unter drei Kandidaten mit absoluter Mehrheit / Stichwahl in Warin und Borkow

von
erstellt am 26.Mai.2014 | 18:45 Uhr

Bei den Kommunalwahlen haben sich im Sternberger Seenland 13 Bürgermeister direkt durchgesetzt. In Warin und Borkow muss am 15. Juni eine Stichwahl zwischen den zwei
Bewerbern mit den meisten Stimmen entscheiden. In
Hohen Pritz bestimmt die neue Gemeindevertretung auf ihrer konstituierenden Sitzung den Bürgermeister, da es keinen Kandidaten gab. In Sternberg, der einzigen Kommune in der Region mit einem hauptamtlichen Oberhaupt, ist Jochen Quandt Anfang 2012 für weitere neun Jahre im Amt bestätigt worden.


Amtsinhaber zum Großteil wiedergewählt


Von den Amtsinhabern, die sich erneut der Abstimmung stellten, konnten die meisten ihren ehrenamtlichen Posten behaupten. In Brüel und
Bibow setzten sie sich mit absoluter Mehrheit sogar gegen jeweils zwei Konkurrenten durch. „Ich freue mich, weil dadurch Druck weg ist und wir sofort mit der Sacharbeit loslegen können“, sagte Jürgen Goldberg, der alte und neue Bürgermeister von Brüel, gestern gegenüber SVZ. Eine Stichwahl habe durchaus im Bereich des Möglichen gelegen. Nun bleibe zum Glück solche zusätzliche Arbeit erspart. Denn es gäbe sehr viel zu tun, was keinen Aufschub dulde. An erster Stelle stehe, sich weiter mit dem geplanten Bau der Rinderanlage in Keez und der Güllebehälter im Umfeld auseinander zu setzen. Vor
einem Jahrzehnt hatte Goldberg, der für die Partei Die Linke antrat, das Ehrenamt erstmals errungen – in einer Stichwahl. Fünf Jahre später gab es keinen Gegenkandidaten. Jetzt erhielt er 662 Stimmen und ließ damit Torsten Lange (SPD/347) und Birgit Jepsen (Bürgerschaft der Gemeinde Brüel/125) deutlich hinter sich.

Der Bibower Bürgermeister Dettlef Lukat, der wie seine Kontrahenten als Einzelbewerber ins Rennen ging,
vereinte 88 Stimmen auf sich, Harald Lehmann (53) und Mandy Karst (17) kamen zusammen lediglich auf 70.


Witziner Bürgermeister unterliegt Herausforderer


In Witzin unterlag Amtsinhaber Bruno Urbschat (CDU) mit 139 Stimmen seinem Herausforderer Hans Hüller (155) von der Wählergemeinschaft „Witziner Mitte“. Er leitete bislang, obwohl kein Mitglied der Gemeindevertretung, den Finanzausschuss. Im März 2012 hatte sich Urbschat in einem über die Region hinaus einzigartigen Bürgerentscheid um seine Abwahl noch knapp behauptet (155 gegen 153), wobei eine Mehrheit von zwei Dritteln
nötig gewesen wäre, um ihn aus dem Amt zu drängen.

Neuer Bürgermeister in Blankenberg, wo Peter Davids nach 15 Jahren in dem Ehrenamt nicht wieder kandidierte, wurde der Unternehmer Uwe Schulz, Jahrgang 1961, als Einzelbewerber. Er war bereits als Stellvertreter im Vorstand des Flurneuordnungsverfahrens in der Gemeinde aktiv. „Daher weiß ich, wo wir stehen.“ Er wolle , so Uwe Schulz die gute Arbeit seines Vorgängers und der Gemeindevertretung „in den richtigen Bahnen“ weiterführen.

Bei der Stichwahl in Warin stehen sich der bisherige Bürgermeister Michael Ankermann (CDU), der 752 Stimmen erhielt, und Christian Mews (SPD/541) gegenüber. Hier steht die Frage, inwieweit die beiden Kandidaten Nichtwähler vom 25. Mai mobilisieren können und wie sich jetzt die Bürger entscheiden, die für Hans-Peter Gossel (Wählervereinigung Für Warin/316) und Andreas Spriewald (Die Linke/157) votiert haben.


Kandidaten in Borkow dicht beieinander


Ausgeglichen wie in keiner anderen Kommune mit mehr als zwei Bürgermeisterkandidaten verlief die Wahl in Borkow. Dort gehen Olaf Lorenz (Die Linke/84 Stimmen) und Amtsinhaberin Regina Rosenfeld (SPD/77) in die Stichwahl. Maik Orzessek (Wählergemeinschaft Schlowe) kam als Dritter noch auf 55 Stimmen.

Bei zwei Bürgermeisterkandidaten reichte die einfache Mehrheit. Gab es nur einen, war er gewählt, sofern mehr Ja- als Nein-Stimmen vorlagen. Allerdings musste die Zahl der Ja-Stimmen über 15 Prozent aller Wahlberechtigten der Gemeinde liegen. So knapp wurde es jedoch nirgends.

Die Wahlbeteiligung war insgesamt durchwachsen und bewegte sich meist um 50 Prozent. Positiver Ausreißer war mit Abstand das Wahllokal im Wariner Rathaus. Von den
991 Wahlberechtigten gaben 871 ihre Stimme ab. Das ergibt 87,89 Prozent. Die beiden anderen Lokale lagen dagegen unter 50 Prozent. In Witzin
betrug die Wahlbeteiligung noch 76,59 Prozent, in Langen Jarchow glatt 70 Prozent und in Weitendorf 65,48 Prozent.

 

 

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