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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. November 2017 | 17:07 Uhr

12.38 Uhr - Abfahrt nach Heiddorf

vom

svz.de von
erstellt am 09.Jun.2013 | 07:06 Uhr

Brüel | Feiern war angesagt für den Brüeler Mathias Ohms beim 6. Stadtfest am Sonnabend. "Ich habe da Disjockey Michael Schwertner wie schon häufig geholfen. Dieser ist übrigens wie ich auch bei der Freiwilligen Feuerwehr." Gestern, 11 Uhr, kommt die Alarmierung von Kreisverbandsführer Dietmar Ahrendt (Zölkow). Seit dem Vortag um 13 Uhr war man laut Zugführer Ohms "abmarschbereit. Aber eigentlich hatte ich mit dem Erstfall erst nach dem Wochenende gerechnet."

Gegen 12 Uhr ist Ohms der erste im Brüeler Feuerwehrgerätehaus in der Bahnhofsstraße. Umziehen, Marschverpflegung zusammenstellen… Wenig später trifft auch schon Wilfried Heye ein, sein Stellvertreter. Dieser steht kurz davor, "die 20 Jahre bei der Freiwilligen Feuerwehr voll zu machen" und war schon beim 2002er-Elbhochwasser im Einsatz. "Damals war ich aber dazu noch von der Brüeler Stadtvertretung abkommandiert. Ich habe mit mehreren Feuerwehrleuten in Dömitz Sandsäcke abgefüllt."

Um 12.13 Uhr ist mit Daniel Menck der dritte Brüeler vor Ort, Ohms geht derweil kurz vor die Tür, um schnell mal ’ne Zigarette durchzuziehen. Dann kommt auch schon der Sternberger Wehrführer Eckhard Meyer angebraust, beim Amtsleiter im Amt Sternberger Seenlandschaft laufen die Fäden für diesen Katastrophenschutzeinsatz zusammen.

Nach und nach treffen auch die "auswärtigen" Kameraden aus Dabel und Borkow, aus Hohen Pritz und Mustin und schließlich auch der Wendorfer Wehrführer Mathias Hirsch mit seiner Neun-Mann-Truppe ein. Während so mancher schon ein alter (Feuerwehr-)Hase ist, wird es für die 19-jährigen Dabeler Max Renke und Christoph Selig der "erste Katastrophenschutzeinsatz". "Heute hatte ich eher noch nicht mit einem Einsatz gerechnet", bekennt Andreas Kaschube (22), der zusammen mit Paul Suhrbier (23) die Borkower "Fraktion" im 1. Zug bildet.

Alles in allem sind’s 23 Mann. Was sie vor Ort in den bedrohten Gebieten längsseits der Elbe sowie an deren Zuflüssen wie der Elde oder Sude erwartet - man weiß es nicht genau. Auch wird die Länge des Einsatzes hinterfragt. Hirsch: "Ich habe keinen Schlüpfer mit zum Wechseln."

Zugführer Mathias Ohms lässt kurz antreten und informiert, dass es nach Heiddorf geht. In der dortigen Straßenmeiste rei werde man dann alles Weitere erfahren, "ich denke, wir werden Sandsäcke füllen." Und dann, nach acht Stunden Arbeit, soll es wieder nach Hause gehen, damit rechnet auch Amtswehrführer Eckhard Meyer. "So spart man Geld für Unterkünfte und Verpflegung. Aber rechnet damit, dass es Montagmittag und auch die Tage darauf wieder losgeht", sagt er, bevor seine "Blauröcke" mit "Status 6" - das heißt mit "Blaulicht, aber ohne Martinshorn" - gen Heiddorf abfahren. Es ist 12.38 Uhr…

"Ich freue mich darüber, dass wir es so hingekriegt haben und von überall Leute dabei sind ", sagt Meyer und ist in Gedanken bereits dabei, den FFw-Reservezug für den Alarmfall abmarschbereit zu machen. "Die Leute kommen dann von den Wehren aus Sternberg, Gustävel, Zahrensdorf, Mustin und Witzin."

Der Hohen Pritzer René Pfalzgraf, der seine Leute nach Brüel fuhr, meint abschließend: "Ich hoffe, die Sache (Deiche) hält." Das hoffen alle in diesen Tagen…

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