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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

21. November 2017 | 03:50 Uhr

Brüel : 1000 Krokusse für blühendes Brüel

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Fünftklässler steckten gestern Blumenzwiebeln.

von
erstellt am 10.Okt.2014 | 21:03 Uhr

Isabelle und Lana sind zwei der Fünftklässler aus der Regionalen Schule in Brüel, die gestern hunderte Elfenkrokusse in die Erde steckten. „Wir haben uns darüber gefreut, auch, dass wir uns aussuchen dürfen, wie wir sie stecken“, sagt Isabelle. Die beiden Zehnjährigen hatten sich für ein Herz entschieden und wollten, wenn die Zwiebeln reichen, auch noch die Anfangsbuchstaben ihrer Namen legen.

„Wir haben zu Hause einen Garten. Ich hatte sogar schon ein eigenes Beet mit Kohlrabi und Erbsen“, erzählt Isabelle. „Und in der vierten Klasse haben wir im Schulgarten Erdbeeren gepflanzt und Kartoffeln gelegt“, sagt Lana. Die beiden Mädchen wollen dann im Frühjahr natürlich gucken kommen, ob sie
„ihre“ Blumen blühend wieder finden.

Die gestrige Aktion der Brüeler Mädchen und Jungen gehört zu einer Reihe von Projekten, die der Imkerverein Sternberg und Umgebung seit Jahren initiiert. „Vor zwei Jahren haben wir damit begonnen, Krokusse zu stecken. Das ist bei den Brüelern sehr gut angekommen“, sagt Rita Klammer vom Imkerverein. Nun wolle man darauf aufmerksam machen, dass Winterling, Schneeglöckchen, Blaustern und Co. jetzt in die Erde müssen. Gleichzeitig wolle der Verein die Brüeler ermutigen, sich selbst eine Fläche zu suchen und Krokusse zu stecken, denn davon gebe es längst noch nicht genug.

„Im vergangenen Jahr, als die am Regenrückhaltebecken geblüht haben, haben wir von vielen Bürgern den Satz gehört, dass es doch schön wäre, wenn es auch an den Baumscheiben schon blühen würde“, sagt Rita Klammer. Denn dort werden die Pflanzen erst später bunt. Ein Wunsch, den der Verein gern erfüllen wolle. Die anschließende Pflege all dieser Flächen sei allein von den beiden über den Verein im Bundesfreiwilligen Jahr Beschäftigten jedoch nicht zu leisten, gibt Klammer zu bedenken. „Wir streben deshalb offizielle Baumscheibenpatenschaften an und die können nicht nur Anwohner übernehmen“, hofft sie auf viele Interessierte.

Die Fünftklässler steckten gestern Elfenkrokusse, die verwildern, in Grünflächen in der Schmiedestraße und am Ziegenmarkt. Insgesamt waren es 1000 Zwiebeln, die der Imkerverein dank eines Förderprojektes zur Verfügung stellen konnte. Den Eigenanteil finanziert der Verein u. a. durch Spenden und Wettbewerbspreise, weitere Partner sind die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung und das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie.

Mit der Stadt, dem Bauhof und der Regionalen Schule gebe es eine gute Zusammenarbeit. „Die Lehrer und Schüler machen sich in vielen Bereichen selbstständig auf den Weg“, freut sich Klammer.


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