Schwimmhallen in Schwerin : Stern Buchholzer Bad bleibt trocken

Verlassen: Die einstmals von der Bundeswehr genutzte Schwimmhalle in Stern Buchholz steht weiterhin leer. Der Stadt ist die übergangsweise Nutzung des Hallenbades zu teuer. Reinhard Klawitter
Verlassen: Die einstmals von der Bundeswehr genutzte Schwimmhalle in Stern Buchholz steht weiterhin leer. Der Stadt ist die übergangsweise Nutzung des Hallenbades zu teuer. Reinhard Klawitter

Die Debatte um die Schweriner Schwimmhallen schlägt neue Wellen. Damit es mit der Schließung des Dreescher Bades am 21. Dezember nicht zu Engpässen kommt, sollte die Schwimmhalle in Stern Buchholz nutzbar gemacht werden.

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23. September 2012, 06:04 Uhr

Stern Buchholz | Die Debatte um die Schweriner Schwimmhallen schlägt neue Wellen. Damit es mit der Schließung des Dreescher Bades am 21. Dezember nicht zu Gedränge in dem Lankower Becken kommt, wollte die Stadtverwaltung die Schwimmhalle in Stern Buchholz übergangsweise nutzbar machen, wie das Jugenddezernat der Stadt mitteilt. Doch nach Gesprächen mit dem Eigentümer nimmt die Verwaltung von den Plänen wieder Abstand, wie auf der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses bekannt wurde: Es sei zu teuer. Das hänge auch mit der "finanzwirtschaftlichen Entwicklung der Stadt insgesamt" zusammen. Schwerin will sparen, aber tut die Verwaltung das in diesem Fall an der richtigen Stelle? Die Schwimmhalle auf dem Großen Dreesch soll bis zum Frühjahr abgerissen werden. Bis der Neubau für mehr als zehn Millionen Euro öffnet, müssen Schul-, Vereins- und öffentliches Schwimmen jetzt komplett nach Lankow ausweichen. Dort stehen etwa 450 Quadratmeter Wasserfläche zur Verfügung - die Hälfte der derzeitigen Fläche. "Das wird sehr eng", sagt Heike Thielmann. Sie ist die einzige A-Lizenz-Trainerin in der Landeshauptstadt und kümmert sich für den Polizeisportverein um 30 der vielversprechendsten jungen Talente. Thielmann hätte die Schwimmhalle in Stern Buchholz als Ausweichstandort begrüßt. Jetzt wird sie das Schwimmtraining vermehrt vom Wasser ins Trockene verlegen.

In den Schwimmhallen auf dem Großen Dreesch und in Lankow trainieren derzeit drei Sportvereine. Außerdem lernen Schüler dort Schwimmen. Doch erste Einschränkungen gibt es schon vor Schließung der Dreescher Halle, denn der Schulschwimmunterricht endet im laufenden Schulhalbjahr jetzt am 21. Dezember mit Schließung des Bades. Danach werden Schweriner und Wasserratten aus dem Umland, neben Sportlern und Schwimmschülern ihre Bahnen in Lankow ziehen. Die Hallen in Lankow und auf dem Dreesch sind baugleich, befinden sich allerdings beide in sanierungsbedürftigem Zustand. Weil die Betriebskosten die Stadtkasse belasten, soll eine neue Halle auf dem Dreesch entstehen. Mit deren Öffnung wird die Lankower nach bisherigen Plänen geschlossen.

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