Steinwurf von Brücke auf Notarztwagen

<fettakgl>Die B104 ist </fettakgl>eine der meistbefahrenen Straßen in Nordwestmecklenburg. Von dieser Brücke in Gadebusch warfen Kinder Gegenstände auf die Fahrbahn. <foto>Michael Schmidt</foto>
Die B104 ist eine der meistbefahrenen Straßen in Nordwestmecklenburg. Von dieser Brücke in Gadebusch warfen Kinder Gegenstände auf die Fahrbahn. Michael Schmidt

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02. Juli 2010, 11:46 Uhr

Gadebusch | Kinder haben vermutlich Steine von einer Brücke in Gadebusch geworfen. Dabei zielten sie offenbar auf einen Notarztwagen, der mit Blaulicht auf der B104 Richtung Schwerin unterwegs war. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei wurde niemand verletzt, der Wagen nicht von Gegenständen getroffen.

Die Tat hatte sich bereits am Mittwoch gegen 15.50 Uhr auf der Umgehungsstraße ereignet. Als der Fahrer des Notarztwagens sich der Brücke nach Wakenstädt genähert hat, entdeckte er auf dem Bauwerk zwei Personen, die ein Fahrrad bei sich hatten. Eine dieser Personen warf plötzlich einen bisher unbekannten Gegenstand - vermutlich einen Stein - unmittelbar vor den sich nährenden Notarztwagen auf die Fahrbahn.

Gadebuschs Polizeichef Hartmut Höppner sprach gestern von einer verwerf lichen Tat. Zum Glück sei niemand verletzt worden und nach bisherigen Erkenntnissen seien keine weiteren Fahrzeuge beschädigt worden.

Zwei Kinder im geschätzten Alter von zwölf bis 14 Jahren könnten für die Tat verantwortlich sein. Sie waren auf der Brücke gesehen worden. Die Kinder sollen etwa 1,50 Meter groß sein. Eines von ihnen hat kurzes, rotblondes Haar und war mit einem karierten Hemd bekleidet. Wer die Kinder kennt oder Hinweise zur Tat geben kann, möge sich an die Polizei in Gadebusch wenden.

Erst vor zwei Tagen hatte ein unbekannter Mann in der Hansestadt Rostock einen Pflasterstein auf einen mit fünf jungen Leuten besetzten Wagen geworfen. Dabei splitterte die Frontscheibe. Die Insassen blieben unverletzt. Bereits zwei Wochen zuvor hatten Kinder auf einem Autobahnzubringer bei Rostock Steine von einer Brücke geworfen. Durch die Geschosse wurden die Motorhaube und die Frontscheibe des Wagen beschädigt.

In den vergangenen Jahren hatte es in der Bundesrepublik mehrfach Attacken auf Kraftfahrer gegeben. Die Täter warfen auch Gehwegplatten, Gullydeckel, Kühlschränke und Fernseher von Brücken. In einem Fall hatten zwei Männer eine Stahlplatte an einer Eisenkette von einer Autobahnbrücke herunterbaumeln lassen. Sie wurden zu langjährigen Gefängnisstrafen wegen Mordversuchs verurteilt.

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