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Lokales

26. September 2017 | 22:10 Uhr

"Stein der Schande" geht nach Tarnow

vom

svz.de von
erstellt am 03.Jul.2011 | 07:48 Uhr

Zepelin | Die Revanche ist geglückt, Zepelin jubelt. Der "Stein der Schande" steht nicht mehr in der Gemeinde. Sie gab ihn nach Tarnow. "Wir haben ihn noch nicht, aber wir haben den Anspruch darauf erworben", sagt Tarnows Bürgermeister Ingo Sander gestern und schmunzelt. Nun müsse sich Tarnow etwas einfallen lassen, was man im nächsten Jahr veranstalten wird.

Sonnabendnachmittag: Wasser von unten, Wasser von oben. Das hält aber viele nicht davon ab, zum großen Wasserball-Spektakel auf dem Mühlenteich von Zepelin zu pilgern. "Kampflustig" zeigen sich die Gäste aus Tarnow. Allen voran Bürgermeister Ingo Sander. Im vergangenen Jahr hatte die Tarnower den Drachenbootwettbewerb auf dem Güstrow-Bützow-Kanal gewonnen. Die Gastgeber aus Zepelin mussten daraufhin den von ihnen selbst ausgelobten "Stein der Schande" im eigenen Dorf aufstellen.

In diesem Jahr hat sich der Zepeliner Hans Liesegang vom Kultur- und Sportverein Zepelin/Oettelin etwas Neues ausgedacht. In so genannten Water-Walking-Bällen wird der Sieger des Sommerfestes 2011 ermittelt. Neben den Mannschaften aus Tarnow und Zepelin tritt auch ein Team vom Ortsteil Oettelin an. Jeweils zwei Wasser-Ball-Läufer gehören zu einer Mannschaft. Die Aufgabe: Den Ball über eine zwischen zwei Bojen gedachte Ziellinie bringen. Mit Feuerwehrhandspritzen kann das jeweils gegnerische Team das verhindern. Doch das Wetter macht den Teilnehmern mächtig zu schaffen. Nicht nur der Regen, sondern auch der böige Wind zerren an den Kräften. Dabei geht es im ersten Vergleich noch richtig gut zur Sache: Mit einem Blitzstart überrascht der Tar nower Matthias Engel die Gegner aus Zepelin, Maximilian Suckow und Patrick Borsdorf. Engel geht als erster ins Ziel. Dann folgen die beiden Zepeliner. Mutter Ines Engel schafft es aber nicht ins Ziel, zu stark ist der Gegenwind. Das zeige sich auch im zweiten Duell, zwischen Zepelin und Oettelin, für den Ortsteil starteten Karsten Neitzke und Axel Behrens. Trotz allergrößten Anstrengungen werden die Wasserbälle immer wieder ins Schilf neben der Startlinie gedrückt.

"Ein etwas fragwürdiger Wettkampf", stichelte gestern Ingo Sander, der natürlich wie alle anderen vor allem den Spaß sah. "Der wäre bei schönem Wetter bestimmt noch größer gewesen", so Sander. Zumal Hans Liesegang einräumt, dass auch im Duell der Tar nower gegen Oettelin, erneut Matthias Engel als erster über die Ziellinie ging. Doch zu einem Team gehörten zwei Starter.

Während auf dem Mühlenteich noch gekämpft wird, sitzen andere Gäste in der Mühle bei Kaffee und Kuchen im Trockenen. Auch wenn sich der Tanzsaal dann am Abend zunächst nur spärlich füllte, feiern die Zepeliner und ihre Gäste noch richtig gemütlich, so Hans Liesegang.

Er hoffe auf eine neue schöne Idee für das kommende Jahr, wenn es wieder darum geht, den "Stein der Schande" zu verhindern. Denn der Wettbewerb ist alles andere als eine Schande. "Wir wollen, dass die Gemeinden im Amt einfach enger zusammenrücken, gemeinsam etwas auf die Beine stellen", so Hans Liesegang.

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