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Lokales

13. Dezember 2017 | 16:09 Uhr

Statt Brücke auf Zeit Lösung auf Dauer?

vom

svz.de von
erstellt am 18.Mai.2010 | 06:19 Uhr

Wittenberge | Die 80 Meter lange Brücke, die die Karthane oberhalb des Schöpfwerkes überspannt, muss wohl eine Lösung auf Zeit bleiben. Bürgermeister Dr. Oliver Hermann sieht wenig Chancen, diese Querung auf Dauer zu installieren, sagte der dem "Prignitzer", auch wenn er den Wunsch von Wittenbergern und Bewohnern aus den Ortsteilen gut verstehen könne, die Verbindung auf Dauer in der Karthane zu belassen.

Mehrfach fragten in den letzten Tagen "Prignitzer"-Leser in der Redaktion nach, ob die Pontons nicht auch nach Fertigstellung der neue Hafenbrücke an Ort und Stelle bleiben könnten. Emotional ein verständlicher Wunsch, sagt das Stadtoberhaupt.

Spätestens seit dem Massenandrang auf die Behelfsbrücke am Herrentag haben sehr viele Ausflügler bemerkt, durch welch reizvolle Gegend sie jetzt vom Industriegebiet Süd Richtung Garsedow kommen. Man dürfe aber nicht vergessen, sagt Hermann, dass es zahlreicher besonderer Genehmigungen bedurft habe, um die Brücke auf Zeit dort über die Karthane zu spannen. Die Pedalritter müssen nämlich für die Anfahrt auf Wittenberger Seite die Baustraße des Landesumweltamtes benutzen. Das ist kein öffentlicher Weg, die Landesbehörde hat sie als Zufahrt für die Schwertransporte zur Baustelle am Schöpfwerk errichten lassen. Deshalb ist sie in der Regel auch mit einem Tor verschlossen. Die Stadt konnte erwirken, dass dieses Tor täglich von 6 bis 22 Uhr für die Radfahrer geöffnet ist. Ins Gewicht fällt auch, dass diese Zufahrtsstraße unmittelbar an die in Sanierung befindliche Deponie grenzt. Hier würde sich dann die Frage nach einer dauerhaften Abgrenzung stellen.

Damit Fußgänger und Radfahrer auf Garsedower Seite überhaupt bis ans Ufer der Karthane gelangen, war die Zustimmung von Landeigentümern einzuholen. Fünf Gestattungsverträge auf Zeit schloss die Kommune mit den Eigentümern. Hinzu kommt die wasserrechtliche Genehmigung, die nach Brandenburgischem Wassergesetz einzuholen war. Zu bedenken sind auch die Kosten. Dr. Hermann verdeutlich, dass die Pontonbrücke geliehen ist. Bis Ende November soll sie die Verbindung zwischen Süd und dem Garsedower Ufer sichern. 30 000 Euro zahlt die Stadt dafür.

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