Startklar für die Datenautobahn

Highspeed statt Schneckentempo: Techentin kommt ans schnelle  Internet.
Highspeed statt Schneckentempo: Techentin kommt ans schnelle Internet.

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09. September 2010, 01:57 Uhr

Techentin | Mit Tempo ins world wide web - das soll in den kommenden Monaten in Techentin möglich werden. Nach langwirigen Bestrebungen bekommt die Gemeinde eine DSL-Funkversorgung. Stundenlanger Internetseitenaufbau soll damit der Vergangenheit angehören. "Für uns war es sehr schwierig, in dieser Sache voranzukommen. Nun sind aber alle Genehmigungen und Gelder vorhanden", erklärt Bürgermeister Hans-Helmut Gertz.

Michael Clemens vom ausführenden Netzbetreiber Arche NetVision GmbH hat den Techentiner nun die Planung für die kommenden Monate vorgestellt und erläutert, was die Bürger erwarten können. "Wir schließen uns an das vorhandene Glasfasernetz der Telekom an", erklärt Clemens. Ziel sei es, mindestens 95 Prozent Techentins und zugehöriger Ortsteile ans schnelle Internet anzubinden. Dazu erhält jeder Haushalt, der sich daran beteiligt, eine wetterfeste Funkbox, die auf dem Dach installiert werden muss. Uneingeschränkt anwendbar ist das System aber nicht: Die Box benötigt Sichtkontakt zu einem von mehreren Verteilern, die in der Gemeinde aufgestellt werden sollen. Ist der nicht vorhanden, steht das Haus in einer Senke oder hinter Bäumen, ist auch die Anbindung an das W-DSL nicht möglich. Die Verbindung via Funk stößt ohnehin längst nicht bei allen Techentinern auf Gegenliebe: Vereinzelt wird eine hohe Strahlenbelastung gefürchtet. "Das ist unbedenklich. Die Belastung liegt bei 1,4 Watt auf dem Hausdach, zu ebener Erde nur 0,04 Watt", versucht Clemens, die Bedenken zu zerstreuen. Auch die Qualität der Anbindung sorgt noch für Skepsis. Ob Arche NetVision versprochene Surfgeschwindigkeiten auch wirklich zu jeder Tageszeit garantieren kann, daran bleiben derzeit noch Zweifel.

Finanziert wird Techentins Anbindung an die Datenautobahn zu 87,5 Prozent durch Mittel aus dem Konjunkturpaket II. Die restlichen 12,5 Prozent muss die Gemeinde aufbringen. "Das sind rund 7000 Euro", sagt Gertz. Auch auf die Techentiner kommen Kosten zu: Router, Outdoorbox und deren bei Bedarf vom Fachmann ausgeführte Installation zahlt der Kunde. Für Telefonie und Internet stehen den Techentiner verschiedenste Tarife zur Verfügung. "Wir halten uns dabei an die ortsüblichen Preise", versichert Clemens.

Ende Oktober beginnt die Testphase für das Techentiner W-DSL. Ende November soll das Netz dann freigeschaltet werden.

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