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Dämmstoff hatte sich in heißem Wachs selbst entzündet : Starker Qualm statt offener Flammen

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Die Selbstentzündung von Dämmstoff in einem Aufschmelzbehälter für Wachs hat am Mittwochabend einen Brand bei Dauerholz Dabel verursacht. Dauerholz-Mitarbeiter unterstützten die Einsatzkräfte.

svz.de von
erstellt am 30.Jun.2011 | 06:23 Uhr

Dabel | Die Selbstentzündung von Dämmstoff in einem Aufschmelzbehälter für Wachs hat am Mittwochabend einen Brand bei Dauerholz Dabel verursacht. Mit dem auf 120 Grad erhitzten Wachs, ein unbedenklicher Stoff ohne chemische Zusätze, wird Kiefernholz bis in den Kern getränkt und damit witterungsbeständig gemacht.

Es sei kein offenes Feuer ausgebrochen, sagte gestern Werkleiter Peter Weller, "aber es hat fürchterlich gequalmt". Dadurch konnten nur Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten eingreifen. Da diese nur begrenzt zur Verfügung stehen, wurden in Etappen die Feuerwehren aus dem ganzen Umkreis alarmiert. "Gegen 17.30 Uhr wurde der Alarm ausgelöst, und sie waren ganz schnell zur Stelle. Hut ab, das hat hervorragend geklappt", zollt der Werkleiter Anerkennung. Insgesamt 65 Feuerwehrleute aus den FFw Dabel, Sternberg, Kobrow, Hohen Pritz, Borkow, Mustin und Demen waren im Einsatz, darunter zwölf Träger von Atemschutzgeräten. "Die Zusammenarbeit hat sehr gut funktioniert", schätzte der Sternberger Wehrleiter Eckardt Meyer gestern ein. "Viele hatten anfangs noch an eine Übung gedacht, sie merkten aber schnell, dass es richtig ernst ist."

Dauerholz-Mitarbeiter unterstützten die Einsatzkräfte nach ihren Möglichkeiten. Mit Staplern brachten sie Material aus der Gefahrenzone, und wo Sauerstoff an den Brandherd gelangte, züngelten kurz Flammen auf, die mit Feuerlöschern bekämpft wurden. "An die 15 Stück haben unsere Mitarbeiter wohl verbraucht, insgesamt 96 haben wir auf unserem Gelände", so Weller. Nach seiner Ansicht seien mehrere unglückliche Umstände zusammengetroffen. "Ich kann niemandem einen Vorwurf wegen Fahrlässigkeit oder gar Vorsatz machen. Vor so einem Vorfall sind wir nicht völlig gefeit", meint der Werkleiter. "Es ist das erste Mal, seit wir hier sind, dass überhaupt sowas passiert ist."

Der materielle Schäden hält sich in Grenzen, zeigt sich Weller erleichtert. "Verkleidung und Isolierung des Aufschmelzbehälters sind hinüber, doch wir mussten die Produktion nicht anhalten. Nur im Hobelbereich haben wir die Arbeit während des Einsatzes unterbrochen. Gegen 20.30 Uhr, als der Brand bekämpft war, lief die Spätschicht normal weiter, und auch Donnerstagmorgen ging alles planmäßig vonstatten", erklärt Peter Weller. Da diese Art von Einsatz für die Feuerwehren der Region ziemlich neu gewesen sei, hat Dauerholz mit dem Wachshersteller, für den so ein Brand nicht so ungewöhnlich ist, eine Übung in nächster Zeit vereinbart.

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