Stadtwerke betreiben weitere 20 Jahre das Gasnetz

Unterzeichnen den Vertrag: Oliver Brünnich vom Vorstand der Stadtwerke Rostock AG und Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos).chrw
Unterzeichnen den Vertrag: Oliver Brünnich vom Vorstand der Stadtwerke Rostock AG und Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos).chrw

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08. Dezember 2010, 06:00 Uhr

Rostock | Die Stadtwerke Rostock werden für 20 weitere Jahre das Gasnetz der Hansestadt betreiben. Gestern haben Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) und Stadtwerke-Vorstand Oliver Brünnich sowie Prokuristin Ute Römer im Rathaus den Konzessionsvertrag Gas für die Jahre 2011 bis 2031 unterzeichnet. Damit wird der erste Vertrag zwischen der Stadt und dem Unternehmen verlängert. Er regelte seit 1991 die Gasversorgung der Hansestadt sowie von 36 Gemeinden im Umland und läuft zum 1. Oktober 2011 aus.

Mit der Vertragsverlängerung gewährt die Hansestadt Rostock den Stadtwerken weiterhin das Recht zur Benutzung öffentlicher Wege und räumt das Recht ein, Versorgungsanlagen zu bauen. Das lokale Unternehmen bezahlt etwa 500 000 Euro jährlich für die Benutzung des Gasleitungsnetzes. Die Stadt profitiert auch von den Gewinnen des kommunalen Unternehmens.

"Seit 2005 leisten die Stadtwerke einen entscheidenden Beitrag zum Konsolidierungsprozess des Haushalts", sagt Oberbürgermeister Methling. 74,9 Prozent des Unternehmensgewinns gehen an die Stadt - allein im vergangenen Jahr waren das 13 Millionen Euro. Die Überschüsse fließen direkt in die Rostocker Versorgungs- und Verkehrsholding (RVV). So werden die Verluste des Flughafens und beim öffentlichen Nahverkehr ausgeglichen.

Ein Verkauf von Anteilen an den Stadtwerken zur Aufbesserung des Etats ist seitens der Stadt zurzeit offenbar nicht geplant. "So ein Verkauf ist nicht nützlich und kommt nur infrage, wenn uns die Landesregierung dazu zwingt", sagte Methling gestern. Schließlich erwirtschafte das Versorgungsunternehmen zwischen fünf und zehn Prozent Rendite.

Für die etwa 46 000 Kunden soll sich in diesem Winter erst einmal nichts ändern. "Der Gaspreis wird stabil bleiben", sagte Brünnich. Künftig wolle das Unternehmen mehr auf Biogas und Bio-Erdgas setzen. "Wir wollen dazu kommen, dass wir die Produkte regionaler Bauern auch an unseren vier Erdgastankstellen anbieten können", so Stadtwerke-Vorstand Brünnich. Ein weiteres Ziel sei es, Erdgas und Strom auch außerhalb der eigenen Netze zu betreiben, also, sich um neue Konzessionen außerhalb Rostocks zu bemühen.

Im Wettbewerb um die Rostocker Gaskonzession ab 2011 hatten sich die Stadtwerke gegen einen weiteren Bewerber durchgesetzt. Während der ersten 20 Jahre der Zusammenarbeit hat das Unternehmen etwa 1000 Kilometer an Gasleitungen in der Hansestadt und im Umland verlegt sowie 170 Übergabestationen gebaut. Bei den Stadtwerken arbeiten 570 Mitarbeiter, 70 davon im Bereich Gas.

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