Stadtpräsident und Bürgermeister adé

<fettakgl>Schlechte Karten haben </fettakgl>die Stadtoberen von Gadebusch. Der Posten des Stadtpräsidenten und des hauptamtlichen Bürgermeisters drohen wegzufallen.
Schlechte Karten haben die Stadtoberen von Gadebusch. Der Posten des Stadtpräsidenten und des hauptamtlichen Bürgermeisters drohen wegzufallen.

svz.de von
05. Juli 2010, 09:11 Uhr

Gadebusch | Der Stadt Gadebusch könnte bereits innerhalb eines Jahres eine weitere kommunalpolitische Herabstufung drohen. Wie aus Schweriner Verwaltungskreisen verlautete, soll die 5700-Einwohner-Stadt künftig über keinen hauptamtlichen Bürgermeister mehr verfügen. Damit wäre auch der Posten eines Stadtpräsidenten hinfällig. Nur noch ein ehrenamtlicher Bürgermeister wäre demnach Stadtoberhaupt.

Derzeit wird im Gadebuscher Rathaus ein Schreiben aus Schwerin erwartet, in dem das Innenministerium diese zukunftsweisende Richtung für Gadebusch aufzeigt. "Der Bescheid geht in Kürze raus", kündigte gestern Marion Schlender vom Innenministerium an. Details zum Inhalt wollte sie gestern nicht nennen.

Sollte eine kommunalpolitische Herabstufung erfolgen, könnte es künftig ein klassisches Amt geben, das von einem Verwaltungsbeamten geleitet und von einem Amtsvorsteher kontrolliert wird - ähnlich wie im Amt Rehna.

Für Gadebusch wäre die Herabstufung ein weiterer Status-Verlust. Bereits Mitte der 1990er-Jahre musste die Stadt den Kreissitz aufgeben. Gewinner damals: Grevesmühlen, wo die Verwaltung des fusionierten Landkreises Nordwestmecklenburg zentralisiert wurde. Die ehemaligen Gebäude der Gadebuscher Kreisverwaltung am Volkspark stehen noch heute leer - auch 16 Jahre nach der Verwaltungsreform. Die negative Auswirkung war, der Abbau von 150 Arbeitsplätzen in Gadebusch, mit Auswirkungen auf die Kaufkraft.

Sobald der Bescheid des Innenministeriums eintrifft, dürfte es nur noch eine Frage weniger Monate sein, bis die Gadebuscher einen neuen, dann ehrenamtlichen Bürgermeister wählen können. Notfalls wird Landrätin Birgit Hesse (SPD) den Termin festsetzen.

Ursprünglich sollten die Einwohner der Stadt Gadebusch bereits am 13. Juni dieses Jahres zu den Wahlurnen gerufen werden. Doch nachdem sich die Stadtvertreter dagegen ausgesprochen haben, einen ehrenamtlichen Bürgermeister wählen zu lassen, kassierten sie wieder den Beschluss.

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