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Stadt und Universität arbeiten an grünem Verkehr

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erstellt am 25.Apr.2012 | 11:15 Uhr

Umweltschonender Verkehr - das ist das gemeinsame Ziel der Hansestadt und der Universität Rostock. In welchen Bereichen sie dafür ansetzen müssen, soll nun eine Befragung der Verkehrsteilnehmer ergeben. Damit beauftragt wurde das Rostocker Büro Wimes, das Unternehmen, die Universität und Schulen ansprechen will. Außerdem wird der Fragebogen online gestellt. Zielgruppe sind vor allem Pendler, die zur Arbeit, Ausbildung, Schule und zum Studium fahren, auch innerhalb der Stadtgrenzen oder des Landkreises.

Dabei soll beispielsweise geklärt werden, wie viele Schüler und Studenten pendeln, welche Verkehrsmittel sie dafür nutzen und welche Saisonunterschiede es gibt. Außerdem geht es um die Rolle von alternativen Angeboten wie Car-Sharing, Fahrgemeinschaften oder Elektrorädern. Planen die Verkehrsteilnehmer den Umstieg auf andere Fortbewegungsmittel? Welche Voraussetzungen müssten dafür gegeben sein und was könnte die Stadt generell verbessern? Auf diese Fragen erhoffen sich die beiden Auftraggeber Antworten. Denn die Stadt arbeitet derzeit an ihrem neuen Gesamtverkehrskonzept, in dem die Organisation der Pendlerströme laut Bau- und Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne) höchste Priorität genießt. Und die Universität will ihr Campusveloroutennetz verbessern. "Wir schenken diesem Thema große Aufmerksamkeit, weil wir wollen, dass man mit dem Fahrrad schnell und sicher von einem Universitätscampus zum anderen gelangen kann", sagt Rektor Prof. Wolfgang Schareck.

Die Befragung erfolgt noch bis zum 13. Mai anonym und unter Berücksichtigung der Datenschutzbestimmungen. Bis September sollen die Ergebnisse ausgewertet sein und vorgestellt werden. Finanziert wird das Vorhaben über die EU-South-Baltic-Programm-Projekte "Access by Cycling: abc.multimodal" und "Elmos" sowie durch die Uni Rostock. Innerhalb dieser Programme widmet sich Rostock zwischen 2011 und 2014 der Radverkehrsförderung in Städten. Dabei geht es um die Einbindung des Radverkehrs durch bessere Infrastruktur und Service. Rostock plant in diesem Zusammenhang, die Bedingungen für Fahrrad-Pendler zu verbessern und eine Veloroute vom Nordwesten ins Stadtzentrum zu entwickeln. Ebenfalls an den Projekten beteiligt sind die schwedische Stadt Kalmar, das polnische Gdansk, der Allgemeine Deutsche Fahrradclub und die polnische Nichtregierungsorganisation Pomeranian Association Common Europe. Insgesamt stehen ihnen knapp 1,2 Millionen Euro aus dem EU-Programm Südliche Ostsee zur Verfügung.

Der Umfragebogen im Internet: www.wimes.de/pendlerbefragung

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