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Lokales

15. Dezember 2017 | 19:10 Uhr

Stadt prüft Chancen einer Hafenfusion

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erstellt am 26.Mai.2010 | 08:21 Uhr

Rostock | Sie sind beide städtische Gesellschaften und arbeiten beide im Hafen - deshalb sollen die Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock mbH (Hero) und die Rostocker Fracht- und Fischereihafen GmbH (RFH) in Zukunft enger miteinander kooperieren. In welchen Bereichen und in welchem Umfang Synergieeffekte erzielt und Kosten eingespart werden könnten, soll nun die Stadtverwaltung prüfen. Die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaft und Tourismus sprachen sich gestern mehrheitlich für einen entsprechenden Auftrag an Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) aus.

"Die städtischen Gesellschaften haben durchaus Schnittstellen aufzuweisen", sagt Prof. Dieter Neßelmann, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der Bürgerschaft, die den Beschlussvorschlag eingereicht hatte. Überschneidungen gebe es im Bereich Planung, Bau und Unterhaltung der hafeneigenen Infrastruktur. Und auch in den Bereichen Personal sowie Großtechnik sei Ein sparpotenzial vorhanden. Beispielsweise müssten die Hero und der Fischereihafen Kräne, die beide benötigten, nicht doppelt anschaffen, sagt Frank Giesen, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender. Auch bei einer Erneuerung oder Ausweitung der Kaikanten könnten die Gesellschaften durchaus zusammenarbeiten. Wie groß das Ein sparpotenzial insgesamt ist, kann derzeit noch niemand sagen. "Selbst dann, wenn eine Zusammenlegung der Gesellschaften nicht möglich ist, sollten in einzelnen Bereichen Synergieeffekte genutzt werden", sagt er. Positive Auswirkungen auf die Bilanz seien so oder so zu erwarten.

Für Oberbürgermeister Methling ist die Forderung der CDU nicht neu. Schon 1997 und 2000 habe die Stadt Möglichkeiten einer Fusion der Häfen geprüft. Argumente, die dagegen gesprochen hätten, seien die Organisationsstruktur bei der Übertragung der RFH GmbH in die Hero mbH, Altschulden und laufende Fördermittelpro gramme gewesen. "Ob das heute immer noch der Fall ist, wissen wir nicht", sagt Giesen. Zehn Jahre seien eine lange Zeit, mittlerweile könne sich einiges verändert haben. Was gemeinsame Auftritte im In- und Ausland sowie Ansiedlungsvorhaben zur Stärkung des Hafenstandortes Rostock angehe, pflegten die Häfen längst schon "einen stetigen und erfolgsorientierten Informationsaustausch", sagt Methling. In der gestrigen Ausschusssitzung bezogen auch die anderen Fraktionen zum Vorschlag der CDU Stellung. Während die Torsten Gebert von der FDP den Prüfauftrag begrüßte und dafür plädierte, auch das Tief- und Hafenbauamt der Hansestadt einzubeziehen, fragte Dr. Winfried Suhr von der Linken: "Wieso ein weiteres Gutachten?" Schließlich gebe es doch ein Amt für Management und Controlling, das für eine wirtschaftliche und kostengünstige Arbeit der städtischen Betriebe sorgen soll.

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