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Lokales

16. Dezember 2017 | 19:54 Uhr

Aufregung : Stadt lässt Sicherheit schleifen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Trotz Gefahr keine Maßnahmen am Matrosendenkmal

svz.de von
erstellt am 08.Jan.2014 | 10:00 Uhr

Gefahr in Verzug – so hat Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) am 20. Dezember seine Eilentscheidung zur Sanierung des Rostocker Matrosendenkmals begründet. Dabei stammt das Sachverständigen-Gutachten, auf dem die Maßnahme beruht, aus dem Dezember 2012, wie Sybille Bachmann, Fraktionschefin Rostocker Bund/Graue/Aufbruch 09 betont.

Vor Ort passiert ist seitdem auch nichts. Trotz drohender Katastrophe gibt es nicht einmal Absperrband. Dabei heißt es in der Begründung für die nachträgliche Genehmigung der Eilentscheidung: „Das Matrosendenkmal ist in seiner Standsicherheit so beeinträchtigt, dass Teile einstürzen und auch Personen gefährden können.“

„Ich bin entsetzt, spätestens seit Frühjahr 2013 ist bekannt, dass das Denkmal hätte abkippen können, und wir machen hier gar nichts“, sagt CDU-Fraktionschef Frank Giesen. Sogar nach dem jetzigen Eilentscheid des Oberbürgermeisters hätten die Rostocker noch rund um das Denkmal Silvester gefeiert. Grund für den langen Stillstand ist laut Roland Methling ein Zuständigkeitsgerangel zwischen dem Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung und dem Kulturamt. Außerdem „könnte jemand geschlafen haben.“

„So etwas darf sich nicht wiederholen“, sagt FDP-Fraktionschef Ulrich Seidel. Trotz der Pannenserie hat der Hauptausschuss gestern die vom OB veranschlagten 150 000 Euro für die Grundsanierung genehmigt. Dass die dringend nötig ist, bestätigt auch Kulturamtschefin Michaela Selling: „Der Raum unter dem Denkmal ist eine Tropfsteinhöhle, Teile liegen frei und der Beton bröckelt ab.“

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