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Bürgermeister nimmt brisantes Thema von der Tagesordnung : Stadt lässt Anwohner im Regen stehen

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Das Regenwasser-Problem wird auf absehbare Zeit in Gadebusch nicht gelöst. Grund: Bürgermeister Ulrich Howest nahm das Thema zur Erneuerung des Regenwasserkanales von der Tagesordnung.

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erstellt am 19.Jul.2011 | 07:54 Uhr

Gadebusch | Anwohner der Johannes-Stelling-Straße müssen auch weiterhin bei Starkregen mit Überflutungen ihrer Grundstücke und Schäden an ihren Häusern rechnen. Denn das Regenwasser-Problem wird auf absehbare Zeit in der Radegaststadt nicht gelöst. Grund: Bürgermeister Ulrich Howest nahm das Thema zur Erneuerung des Regenwasserkanales im Kreuzungsbereich Jarmstorfer Straße/Johannes-Stelling-Straße/Wakenstädter Weg bei der jüngsten Stadtvertretersitzung im Rathaus von der Tagesordnungsliste.

In der Einwohnerfragestunde hatten einige Bürger sich dennoch zu Wort gemeldet. Die Anwohner Anja Puck und Sven Jäger legten den Stadtvertretern Fotos vor, auf denen zu sehen ist, wie groß der Schaden bei ihnen zu Hause Anfang Juni beim Starkregen war. "Als die Stadtvertreter die Bilder gesehen haben, haben sie auch mit dem Kopf geschüttelt", sagte Sven Jäger.

Die Erklärungen von Bauamtsleiterin Rommy Elßner, in der Johannes-Stelling-Straße könne keine zusätz liche Leitung verlegt werden, da dort schon sehr viele verlegt seien, sind für den Unternehmer Ausreden. "Ich habe den Eindruck, dass die nach gar keiner Lösung suchen wollen. Wir fühlen uns im Stich gelassen. Das grenzt ja schon an Schildbürgertum", so der Gadebuscher. Dem Vorschlag erst einmal eine provisorische und nicht ganz so kostenaufwendige Lösung für die Übergangszeit zu finden, war Stadtvertreter Günter Blankenberg nicht abgeneigt. "Wir sollten den Vorschlag von Herrn Jäger nicht verwerfen und prüfen, ob es möglich ist, das Wasser sofort abzuleiten", so Blankenberg. Bauamtsleiterin Elßner entgegnete, dass eine weitere Leitung zusätzlich in der Stelling-Straße definitiv nicht möglich sei, deshalb solle der Regenwasserkanal im Kreuzungsbereich Jarmstorfer Straße erneuert werden. "Wir müssen dafür sorgen, dass gar nicht so viel Wasser über die Stelling-Straße abgeführt wird. Deshalb wollen wir im Kreuzungsbereich den Kanal erneuern, um das Wasser von der Jarmstorfer Straße abzufangen und über den Wakenstädter Weg abzuführen", sagte Rommy Elßner. Da die Bauausschussmitglieder seit einiger Zeit auch über eine Veränderung des Kreuzungsbereiches nachdenken, sollen die Baumaßnahmen in einem Zuge umgesetzt werden. "Wir wollen nur einmal den Kreuzungsbereich aufbrechen", so Elßner. Deshalb haben sich die Stadtvertreter entschieden, jetzt keine Entscheidung zu treffen, sondern das Thema im Zuge des Nachtragshaushaltes zu behandeln. Die Sitzung dafür soll wohl erst Ende September/Anfang Oktober stattfinden. Solange aber wollen die Bürger sich nicht vertrösten lassen. "Wenn das noch länger dauert, dann werde ich eben die Zahlung für die Regenentwässerung einstellen", sagte Sven Jäger gestern - immer noch sichtlich verärgert über die Entscheidung.

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