Stadt braucht klaren finanziellen Weg

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21. August 2010, 01:57 Uhr

Boizenburg | Was leisten sich die Boizenburger? Auf der Suche nach einer Antwort auf diese Frage haben Rainer Wilmer und Heino Kühl einmal im Haushalt der Stadt für 2010 geblättert und einige Beispiele aufgeführt. Vergleichsweise gering sind die Ausgaben pro Kopf für Kino und Weihnachtsmarkt, an der Spitze stehen da die Tilgung von Darlehen, Kindertagesstätten und der Bauhof. Der dickste Brocken fehlt. Das sind, wie so gut wie überall, die Personalkosten.

Dass sich die Boizenburger in diesem Jahr das alles noch leisten können, verdanken sie einem Kraftakt von Politik und Verwaltung, mit dem der städtische Haushalt noch einmal ausgeglichen werden konnte. Im Gros folgte man unserem Vorschlag und verzichtete auf Investitionen, sagt Wilmer. Doch ihm ist auch bewusst, dass Boizenburg in nächster Zeit jährlich auf rund 1,2 Millionen Euro verzichten muss. Bis 2013 hat die Stadt etwa 3,7 Millionen Euro weniger, und keiner sagt, wie das Loch gestopft werden soll. Der Fraktionschef von "BfB" fordert von der Verwaltung, dass sie endlich einen klaren finanziellen Weg aufzeigt, wie es in der Zukunft weiter gehen kann. Vorschläge des Bürgermeisters zielen bisher auf eine Einsparung in Höhe von etwa 600 000 Euro.

Das ist schlicht und ergreifend zu wenig, meint Kühl. Ich würde mir wünschen, dass in der Stadtvertretung statt Parteiinteressen die Sachpolitik regiert, sagt er. Ansonsten sehe er keine Chance, eine Lösung zu finden.

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