Güstrow : Stadt besteht Familien-Test

Am Stand des Hortes am Inselsee entstand Güstrow in Kleinformat. Maxima  und Franziska von Kiedrowski (v. l. ) bastelten fleißig.  Andreas Ohm, Karen Larisch und Gisela Karmann (v.l. stehend) begutachteten die Arbeiten.Sieglinde Seidel
1 von 4
Am Stand des Hortes am Inselsee entstand Güstrow in Kleinformat. Maxima und Franziska von Kiedrowski (v. l. ) bastelten fleißig. Andreas Ohm, Karen Larisch und Gisela Karmann (v.l. stehend) begutachteten die Arbeiten.Sieglinde Seidel

Seit Mai 2012 hat das Güstrower Familienbündnis die Familienfreundlichkeit in der Barlachstadt unter die Lupe genommen. Nun steht fest: Die Stadt hat den Familien-Test bestanden.

von
21. Mai 2013, 12:33 Uhr

Planeten-Quiz, Raketen anmalen oder Ufos fliegen lassen - auf dem Kinderfest am Sonnabend im Güstrower Bürgerhaus gab es einen Ausflug ins Weltall. Das Fest war Abschluss und zugleich Höhepunkt des Projektes "Politik macht Vereinbarkeit". Seit Mai 2012 hatte dabei das Güstrower Familienbündnis die Familienfreundlichkeit in der Barlachstadt unter die Lupe genommen, unterstützt von der Stadt, dem DGB, dem Güstrower SC, dem Landessportbund, den Stadtwerken Güstrow, der Wohnungsgesellschaft Güstrow sowie dem Natur- und Umweltpark. Ein erstes Ergebnis ist die baldige Gründung eines Kinder- und Familienparlamentes (SVZ berichtete). Sonnabend wurde jeder zur Mitarbeit aufgerufen.


Tolle Freizeitangebote und gute Bildungslandschaft

"Es gibt ausreichend Betreuungsplätze, fantastische Freizeitangebote für Familien und die Bildungslandschaft ist optimal", formuliert Karen Larisch vom Familienbündnis drei wichtige Pluspunkte in der Barlachstadt. In den kommunalen Einrichtungen gebe es zudem familienfreundliche Arbeitsbedingungen. Im Rahmen des Projektes wurden in Güstrow zahlreiche Familien und auch Mitarbeiter von Unternehmen in Bezug auf Familienfreundlichkeit befragt. "Wir haben aber nicht einen ano nymen Fragebogen verteilt, sondern sind vor Ort unterwegs gewesen und haben Gespräche geführt", erklärt sie. Weitere Ergebnisse der Umfragen: Alle Befragten vermissten Spielplätze für ältere Kinder in Güstrow, Familien müssten zudem noch zu viele Anträge, für ihnen zustehende Leistungen stellen. Auch die Bearbeitungszeit sei zu lang. Weiterhin sollten die jüngere und die ältere Generation noch mehr zusammenrücken, fasst Karen Larisch kurz einige wesentliche Punkte zusammen.

Insgesamt sei es jedoch ein positives Fazit, das für die Barlachstadt gezogen werden könne. Andreas Ohm, stellvertretender Stadtpräsident, lobte hierbei auch das lokale Familienbündnis, das 2007 gegründet wurde. "Es genügt eben nicht nur, über Familien zu reden, sondern man muss auch etwas dafür tun", sagte er in seinem Grußwort. Das Familienbündnis verdiene für seine Arbeit Anerkennung. Einige Stadtvertreter zeigten mit ihrer Teilnahme am Kinderfest, dass auch ihnen Familienfreundlichkeit am Herzen liegt. "Für die Projekte, die wir machen, sind wir auch auf kommunale Mittel angewiesen", sagt Karen Larisch und hofft, damit bei den Güstrower Stadtvertretern auf offene Ohren zu stoßen.

Einige Güstrower Unternehmen jedenfalls unterstützten Karen Larisch beim Kinderfest. Sie alle hatten sich verschiedene Stationen bei der Reise um die Welt überlegt. Es begann mit den verschiedenen Planeten des Sternensystems, ging weiter mit den einzelnen Kontinenten und endete am Stand des Inselseehortes mit einem Plan der Innenstadt Güstrows. Die Kinder sollten hier Gebäude aus Papier nachbauen und so Güstrow gestalten. Das kam bei den Kindern gut an. Maxima von Kiedrowski hatte jedenfalls großen Spaß dabei. Am Stand des Natur- und Umweltparks sollten außerdem verschiedene Tiere Europas erkannt werden und bei den Mitarbeitern der "Villa Kunterbündnis" wurden Ufos aus CDs hergestellt. Rundum war es ein spannender und erlebnisreicher Nachmittag, der mit einer Podiumsdiskussion mit Politikern endete.

Die Ergebnisse des Projektes zur Familienfreundlichkeit in Güstrow sollen nun in einer Broschüre aufgelistet werden, die bis Ende des Jahres fertig sein soll.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen