Spuren der Vergänglichkeit

 Tolosa - So nennt Ulrike Altekruse ihre Serie über ein verlassenes Bahnstellwerk und eine Werkstatt.
Tolosa - So nennt Ulrike Altekruse ihre Serie über ein verlassenes Bahnstellwerk und eine Werkstatt.

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15. Juli 2009, 11:25 Uhr

Woserin | Das Woseriner Gutshaus erwachte aus seinem Dornröschenschlaf und öffnete seine Türen dem neugierigen Besucher. Bis Ende August präsentieren im Erdgeschoss neun Fotokünstler ihre Arbeiten zum Thema Vergänglichkeit.

Sie nehmen mit der Ausstellung "Es ist alles eitell" direkten Kontakt mit dem alten Gutshaus auf. In den fünf zugänglichen Räumen sind in der Bausubstanz die Spuren, die Vergänglichkeit von Generationen zu sehen. Zugemauerte Türen und Fenster zeugen von verschiedensten Aufteilungen der Räume im Gutshaus. Die verschiedenen Nutzer des Gutshauses haben hier ihre Zeichen hinterlassen. Diese Spuren und der Kontrast der verschiedensten Ziegel zu den fotografischen Arbeiten haben einen einzigartigen Reiz.

Die Fotografien nehmen den Begriff der Eitelkeit in der ursprünglichen, aber im heute schon veralteten Sinn der Vergänglichkeit in unterschiedlichster Form auf. Der Titel "Es ist alles eitell" ist einem Gedicht von Andreas Gryphius aus dem Jahre 1643 entnommen.

Die einzelnen Fotokünstler aus Woserin und Berlin haben die Spuren der Eitelkeit im eigenen Gesicht, in einzelnen Botschaften, im nächtlichen Wald und Garten, auf dem Friedhof, in alten Industriegebäuden und auf dem Atlantik gefunden. Die unterschiedlichen Orte machen einem die Größe des Themas deutlich. Das Schaffen, Mühen und Vergehen auf Erden, wie es im Gedicht von Andreas Gryphius beschrieben wird, verdeutlichen diese Fotografien dem Besucher auf eine eindrucksvolle Art und Weise.

In dem Künstlergespräch während der Ausstellungseröffnung gaben die anwesenden Fotokünstler einen weiteren Einblick in ihre Arbeiten und beantworteten die Fragen der Besucher. Diese Form der Kommunikation wurde vom Publikum gerne angenommen.

Für den Zeitraum der Ausstellung sind daher zwei weitere Künstlergespräche am 26. Juli und am 28. August geplant. Das Gutshaus Woserin startet damit mit einer sehenswerten Ausstellung und einem interessanten Konzept in ein neues Leben. Auch der Besitzer des Gutshauses Giselbert Rotter zeigte sich sehr zufrieden mit der Ausstellung und kündigte weitere Projekte in den Räumen an.

Die Ausstellung "Es ist alles eitell" wird im Zusammenhang mit der diesjährigen Seenlankust bis zum 31. August präsentiert. Unter den neun Fotokünstlern der Ausstellung ist auch der Woseriner André van Uehm, der die Seenland ins Leben gerufen hat und koordiniert. Die Ausstellung ist ein Bestandteil der 775-Jahr-Feier in Woserin. Die Öffnungszeiten sind Donnerstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr.

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