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Autofahrer sauer auf Mineralöl-Konzerne : Spritpreise klettern auf Rekordniveau

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Die Preise an den Zapfsäulen sind wieder gestiegen und könnten das Autofahren noch teurer werden lassen, als es 2010 ohnehin schon war. Autofahrer mussten im Landkreis NWM für einen Liter Super bis zu 1,52 Euro hinlegen.

svz.de von
erstellt am 13.Jan.2011 | 09:13 Uhr

Gadebusch | Die Preise an den Zapfsäulen sind wieder gestiegen und könnten das Autofahren in diesem Jahr noch teurer werden lassen, als es 2010 ohnehin schon war. So mussten Autofahrer gestern im Landkreis Nordwestmecklenburg für einen Liter Super bis zu 1,52 Euro hinlegen. "Ganz MV liegt ziemlich weit oben, was die Spritpreise angeht. In Hamburg kostete gestern beispielsweise der Liter Super 1,45 Euro", verdeutlicht Carsten Willms, ADAC-Verkehrsexperte. Er rät, möglichst montags früh zu tanken. Dann sei der Sprit günstiger.

Autofahrer, wie der 53-jährige Bodo Päpke aus Groß Salitz sind frustriert: "Diese Preise sind eine Frechheit. Das Schlimme ist, dass wir uns dagegen nicht wehren können." Den Frust der Kraftfahrer bekommt das Tankstellen-Personal derzeit nahezu täglich zu spüren. "Wir bekommen die Wut mit Wucht ab. Vielleicht hilft es, wenn wir endlich mal bei unserem Mineralöl-Konzern einreiten", sagte gestern ein Tankstellen-Mitarbeiter.

Wie die aktuelle Auswertung der Kraftstoffpreisdatenbank des ADAC zeigt, kostet Superbenzin in Deutschland derzeit im Schnitt 1,495 Euro je Liter und ist damit auf dem höchsten Stand seit Sommer 2008. Gegenüber der Vorwoche hat sich Ottokraftstoff um durchschnittlich 2,6 Cent verteuert. Auch der Dieselpreis befindet sich weiter im Steigflug. Laut ADAC kostet ein Liter aktuell 1,333 Euro - ein Anstieg gegenüber der Vorwoche um 1,5 Cent. Im Landkreis Nordwestmecklenburg liegt der Dieselpreis deutlich höher. Autofahren mussten gestern Vormittag an Tankstellen in Grevesmühlen, Upahl und Gadebusch 1,36 Euro pro Liter Diesel zahlen.

Den größten Anteil am Benzinpreis haben übrigens die Steuern. Insgesamt entfallen beispielsweise bei einem Preis von 1,35 Euro je Liter rund 87 Cent auf Mineralölsteuer und Mehrwertsteuer. Das sind weit über 60 Prozent des gesamten Preises.

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