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Lokales

17. Dezember 2017 | 07:28 Uhr

Sportler verlieren ihren Trainingsplatz

vom

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erstellt am 07.Mai.2010 | 07:00 Uhr

Hansaviertel | Insgesamt 13 Sportgruppen müssen sich ab dem 1. Juni eine neue Bleibe für ihre Trainingseinheiten suchen. Der Grund: Dach und Tragwerk über dem Lehrschwimmbecken in der Neptunhalle werden saniert. Deshalb muss die darüber liegende Turnhalle bis zum 30. Oktober geschlossen werden, das Becken selbst bleibt geöffnet.

Bisher haben allerdings nur der Schwimm Club Empor 2000 Rostock und der Rostocker Behinderten Sportverein eine Ausweichmöglichkeit gefunden oder von der Stadt zugewiesen bekommen. Sie ziehen in die Schulsporthalle an der Elisabethwiese, beziehungsweise in den Marmorsaal der Neptunschwimmhalle.

Die übrigen elf Vereine wie der PSV Rostock, die Hochschulsportgemeinschaft der Universität oder auch der Tauchsportverein Rostock 1957 stehen noch ohne Ausweichräume dar. Bei acht von ihnen hat das zuständige Amt für Schule und Sport überhaupt keine Ausweichmöglichkeit vorgesehen, für drei Vereine ist es noch auf der Suche.

"Die Bauarbeiten umfassen eine energetische Sanierung und eine Wärmeisolierung", sagt Brigitte Grüner, die Leiterin des Amts. Das belastet den Haushalt der Stadt für das Jahr 2010 mit etwas mehr als 370 000 Euro. Hinzu kommen noch einmal 340 000 Euro für die angestrebte Fassadensanierung, die sich noch in diesem Jahr an die Arbeiten am Dach anschließen soll. Mit ihr wird die komplexe Sanierung der Lehrschwimmhalle abgeschlossen.

Ebenfalls gebaut wird am 50-Meter-Becken. Für 488 000 Euro werden hier Dach und Fassade erneuert. Die bereits am 19. April gestarteten Arbeiten haben allerdings keine Auswirkungen auf die dort trainierenden Kaderschwimmer der Hansestadt. Ihr Betrieb läuft trotz der Einrüstung des Bereichs außerhalb der Beckennutzung ganz normal weiter.

"Die Sanierung ist notwendig, weil das Gebäude vor mehr als 60 Jahren entstanden ist und seitdem nichts weiter an grundlegenden Maßnahmen gemacht wurde", sagt Grüner. In dieser Zeit seien nur kleinere Bauarbeiten ausgeführt worden, die der Werterhaltung des Gebäudes dienten. Die jetzt doch noch planmäßig begonnenen Arbeiten drohten sich zu verzögern, da das Innenministerium in Schwerin die Genehmigung des Rostocker Haushalts und damit die Finanzierung der Maßnahmen lange hinauszögerte.

Für das kommende Jahr plant das Amt für Schule und Sport ein weiteres Großprojekt: die Sanierung des Sanitär- und Umkleidebereichs der Frauen. Das wird die Stadt eine halbe Million Euro kosten.

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