Sportkette Decathlon: Gutachten klärt Gefahren für den Einzelhandel

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12. November 2009, 08:57 Uhr

Schutow | Den Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses haben gestern zwei Vertreter der Sportmarktkette Decathlon Rede und Antwort gestanden. Das international agierende Unternehmen will sich nach Ikea nun auch in Schutow ansiedeln. Bereits vor Monaten hatte Decathlon bei der Stadt Interesse an einem Grundstück angemeldet.

Doch von Seiten der ansässigen Händler regte sich Widerstand, so dass das Vorhaben bislang in der Warteschleife hängt. Ein Gutachten soll Klarheit über die Folgen der Ansiedlung für den Einzelhandel schaffen. Darüber hinaus werden alternative Standorte innerhalb des Stadtgebiets geprüft. Ende des Jahres soll das Gutachten fertig sein.

Die Decathlon-Vertreter erklärten, warum das Unternehmen in Rostock einen idealen Standort für die erste Filiale in den so genannten neuen Bundesländern sieht. Darüber hinaus versuchten sie, die erhobenen Einwände zu entkräften. "Wir kreieren einen Markt, den es noch gar nicht gibt", sagt Andreas Meyns, Leiter des Immobilienzentrums bei Decathlon. Artikel zu 63 Sportarten sollen auf 4000 Quadratmetern Verkaufsfläche angeboten werden. Freiräume, auf denen Kunden die Produkte ausprobieren können, sollen darüber hinaus entstehen. Schnittstellen zu den Angeboten der Fachhändler sieht Meyns nicht: "Wir werden Wettbewerb haben, der lässt sich nicht verhindern. Aber jeder hat seinen speziellen Kundenkreis." So richtet sich Decathlon eher an die breite Bevölkerung, wohingegen Fachmärkte gezielt aufgesucht würden. Ausschussvorsitzender Dr. Helmut Schmidt (CDU) sieht eine Gefahr: Sollte die Stadt ablehnen, werde sich Decathlon an den Landkreis wenden. Dadurch könnte Rostock bares Geld verloren gehen. Denn eins haben Meyns und Marc Philip Kaufmann, Regionalleiter Ost bei Decathlon, deutlich gemacht. Rostock ist die erste Wahl. Bezüglich des Einzugsgebietes sieht Meyns sogar Potenziale seitens Skandinavien.

75 Mitarbeiter sind in einer durchschnittlich großen Filiale der Firma angestellt - davon 26 in Vollzeit, 33 in Teilzeit, nur acht als 400-Euro-Kräfte.

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