Lehrer streikten auch in Bützow : Spielen statt Mathe pauken

<strong>Ben (r.) und Tim (l.) </strong>sowie  rund 20 weitere Kinder der Grundschule am Schlossplatz in Bützow durften gestern spielen und mussten keine Matheaugaben lösen. <foto>Ralf Badenschier</foto>
Ben (r.) und Tim (l.) sowie rund 20 weitere Kinder der Grundschule am Schlossplatz in Bützow durften gestern spielen und mussten keine Matheaugaben lösen. Ralf Badenschier

Mucksmäuschenstill war es gestern in der Bützower Grundschule am Schlossplatz. Nur aus einem Klassenraum drangen ein paar Geräusche. Hier saßen die Kinder, die trotz des Streiks zur Schule kamen.

svz.de von
01. März 2013, 10:59 Uhr

Mucksmäuschenstill war es gestern Vormittag zeitweise in der Grundschule am Schlossplatz in Bützow. Die Flure waren verwaist, nicht einmal Stimmen aus den vielen Unterrichtsräumen waren zu hören. Nur aus einem dringen ein paar wenige Geräusche. Ben (r.) und Tim (l.) und anderen Kinder durften gestern spielen und mussten keine Matheaufgaben lösen.

Der Grund: Nur etwa 20 Mädchen und Jungen der rund 200 Schüler waren gestern in die Schule gekommen. Mit Erlaubnis wohlgemerkt, blieben die meisten Kinder zu Hause. Denn auch ein großer Teil der Lehrer war nicht zur Arbeit gekommen. Die Pädagogen beteiligten sich am landesweiten Streik, waren nach Rostock gefahren (SVZ berichtete).

"Wir hatten die Eltern darüber informiert. Die meisten haben daraufhin entschieden, ihre Kinder zu Hause zu behalten. Manchmal sind auch Großeltern eingesprungen", erzählt Doris Reinwaldt, stellvertretende Schulleiterin. Die 20 Schüler der Klassen 1 bis 4 hatten so ganz viel Zeit für Spiele im Freien und in einem der Klassenräume. Nur in einer Klasse fand normaler Unterricht statt. "Wir haben eine Referendarin, die darf nicht streiken", erklärt Doris Reinwald.

Lehrer aus der Grundschule am Schlossplatz Bützow, der Förderschule Bützow und der Regionalen Schule Schwaan fordern wie viele Tausend andere Kolleginnen und Kollegen in MV mehr Gerechtigkeit bei der Entlohnung ihrer Arbeit. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist eine der zentralen Forderungen. Der Weg dorthin ist die tarifliche Eingruppierung der Lehrer.

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