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Lokales

21. August 2017 | 21:47 Uhr

"Spiegelbild einer Erfolgsgeschichte"

vom

Güstrow | 20 Jahre nach der Wiedervereinigung feiern die Landwirte in MV die Jubiläumsauflage der Fachmesse Mela als große Leistungsschau ihrer Branche. Agrarminister Till Backhaus (SPD) eröffnete die Messe gestern in Mühlengeez im Kreis Güstrow. Eine Rekordzahl von mehr als 1000 Betrieben nimmt in diesem Jahr teil.

Neben klassischen Messesparten wie Landtechnik, Ernährung und Tierzucht umfasst das Programm auch die Themen Bioenergie, Forst, Gartenbau und ländliche Entwicklung. Die Veranstalter erwarten bis zum Sonntag mehr als 60 000 Besucher.

Bei der 20. Messeausgabe wirft die Branche einen Blick zurück auf den schwierigen Strukturwandel der vergangenen zwei Jahrzehnte. Als Norddeutschlands größte landwirtschaftliche Fachausstellung sei die Mela das "Spiegelbild einer Erfolgsgeschichte", sagte Backhaus. Seit 1990 seien etwa 1,4 Milliarden Euro in die Förderung des ländlichen Raums im Nordosten geflossen. Aus den über 1000 Landwirtschaflichen Produktionsgenossenschaften und Volkseigenen Gütern der drei früheren DDR-Nordbezirke seien 5400 privat geführte Betriebe geworden. "Die Landwirtschaft hat eine gewaltige Leistungsentwicklung erlebt, die 1990 kaum jemand für möglich gehalten hätte", meinte Backhaus. Im Getreideanbau etwa hätten sich Hektarerträge von einst 46,6 Dezitonnen nach der Wende nahezu verdoppelt.

Thema in Mühlengeez ist aber auch die Zukunft der EU-Agrarpolitik. Morgen diskutieren Experten über Brüsseler Pläne zur weiteren Entkoppelung von Betriebsprämien und Produktionsgrößen sowie zur Bindung solcher Beihilfen an die Einhaltung von Umwelt-, Lebensmittel- und Tierschutznormen. Der Umweltverband BUND fordert, öffentliche Gelder nur noch für "konkrete Umweltleistungen" der Landwirte und für den Erhalt von Naturräumen zu zahlen.

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erstellt am 16.Sep.2010 | 07:51 Uhr

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