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Lokales

22. September 2017 | 15:23 Uhr

Sparpaket schürt Ängste bei Bürgern

vom

svz.de von
erstellt am 08.Jun.2010 | 08:47 Uhr

Gadebusch | Das Sparpaket der Bundesregierung wird zum Teil weit reichende Folgen für die Bürger haben. Der Sprecher des Schweriner Finanzministeriums, Stephan Bliemel, verwies auf die geplanten Streichungen für Arbeitslosengeld- und Hartz-IV-Empfänger. Die Vorsitzende des Gadebuscher Arbeitslosenverbandes, Lydia Schulz, kritisiert: "Das größte Sparpaket in der Geschichte der Bundesregierung geht auf Kosten der Ärmsten. Davon betroffen werden auch Arbeitnehmer sein, die ihr Gehalt mit Hartz-IV auf stocken", warnt Lydia Schulz. Sie geht davon aus, dass als direkte Folge des Sparpakets ein weiterer Kundenzulauf bei der Gadebuscher Kleiderbörse zu verzeichnen sein wird. Dort werden gebrauchte Sachen zu Minipreisen angeboten - 70 Prozent der Käuferinnen und Käufer sind Hartz-IV-Empfänger. In den vergangenen fünf Jahren stieg die Kundenzahl von 2000 auf mehr als 5000.

Als weitere Folge des von der Bundesregierung beschlossenen Sparpakets fürchten soziale Institutionen Kürzungen bei den Argen. Dies könnte dazu führen, dass Sozialprojekte für Familien mit Mini-Einkommen auf der Strecke bleiben. "Diese Familien würden damit doppelt bestraft sein, während diejenigen, die die Krise mit verursacht haben, durch den Staat gerettet wurden", kritisiert Schulz.

Bis 2014 sollen 80 Milliarden Euro in Deutschland eingespart werden. Die größten Einschnitten gibt es im Sozialbereich. Beiträge zur Rentenversicherung will der Staat bei Hartz-IV-Empfängern streichen. Der Rotstift wird auch beim Elterngeld angesetzt, Hartz-IV-Empfängern wird es komplett gestrichen. Derzeit gibt es im Landkreis Nordwestmecklenburg rund 8800 Menschen, die Hartz-IV-Leistungen beziehen.

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