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Lokales

18. November 2017 | 18:48 Uhr

Sorgt für Wohlfühl-Ambiente mit Pfiff

vom

svz.de von
erstellt am 06.Okt.2010 | 11:13 Uhr

Bützow | Wände und Fassaden mit den verschiedensten Farben und Techniken zu gestalten - dafür brennt Jan Steinberg. "Mir macht es einfach Spaß, Menschen mit einer gelungenen Farbgestaltung ihrer Räume eine Freude zu machen", sagt der 30-jährige Inhaber des Betriebes "Steinberg Maler Werkstätten".

Das erfolgt durch sein Unternehmen ganz professionell: Mit Farb- und Strukturproben von Tapeten, Fassaden oder Teppichen in zahlreichen Koffern veranschaulicht er die mögliche Gestaltung. Auch bei der passenden Auswahl des Fußbodens berät Steinberg seine Kunden. "Wir verlegen auch Laminat oder Teppiche, wodurch wir die komplette Inneneinrichtung einer Wohnung gestalten können", erläutert Steinberg. Deshalb können Beratungsgespräche bei ihm mitunter bis zu zwei Stunden dauern. Sicherlich auch, weil er interessierten Leuten mit einer speziellen Computertechnik die Zimmer in der gewünschten Farbe präsentieren kann. Teilweise kommen ihm Ideen für die Gestaltung sogar vor dem Zu-Bett-gehen, erzählt er.

Dass man sich für die richtige Auswahl der Farben und Materialien Zeit nimmt, ist für ihn selbstverständlich. "Wann richtet man sich denn mal ein Wohnzimmer komplett neu ein? Doch höchstens alle zehn Jahre, wenn nicht noch seltener", sagt Steinberg. Bis jetzt seien auch alle Kunden sowohl mit der Beratung als auch mit dem Ergebnis zufrieden gewesen - teilweise erreichen ihn sogar Dank-E-Mails.

Das Faible fürs Malern wurde dem Bützower schon in die Wiege gelegt - bereits der Vater hatte einen eigenen Betrieb in diesem Handwerk. Deshalb war auch für Jan Steinberg schnell klar, dass er nach der Schule eine Malerlehre macht. In Lübeck schließt er in seinem Ausbildungs-Jahrgang als bester Lehrling ab. Dann kommt er zurück nach Bützow, arbeitet eine Zeit lang bei seinem Bruder. Der hatte mittlerweile den Betrieb des Vaters übernommen. Schließlich nimmt er sich eine Auszeit, verbringt einige Monate in Spanien. Doch nach einer Weile, 2003, steht für ihn fest: Er will seinen Meister im Malerhandwerk machen. Er setzt sich noch einmal auf die Schulbank.

Nach Meisterstudium Familienfirma fortgeführt

Vom Malern kann Steinberg auch während seiner Meisterausbildung nicht lassen. Er jobbt bei einer größeren Malerfirma in Hamburg. "Oft bin ich allein zum Kunden gefahren und hab die Wohnung verschönert", sagt er. Er mag es, unterwegs zu sein - von einem Kunden zum nächsten zu fahren, mache ihm nichts aus.

Nachdem er den Meisterbrief in der Tasche hat, übernimmt er 2004 von seinem Bruder den Betrieb. "In den ersten zwei Jahren habe ich die Aufträge noch allein erledigt", erinnert er sich. Doch die Geschäfte laufen gut, er holt sich Verstärkung: Zunächst stellt er einen Mitarbeiter ein, dann einen zweiten. Inzwischen ist der Betrieb auf elf Facharbeiter angewachsen. "Es ist gar nicht so einfach, geeignete, qualifizierte Leute zu finden", sagt der Malermeister. Denn: Von einer qualitativ hochwertigen Arbeit hänge ein erfolgreicher Betrieb ab.

Und obwohl alle seine Mitarbeiter noch verhältnismäßig jung sind - das Alter liegt zwischen 30 und 45 Jahren - würde er auch gerne Schulabgänger ausbilden. Doch bisher haben auf seinem Arbeitstisch noch keine Bewerbungsunterlagen gelegen.

Weil die Büro-Arbeit einen Großteil von Steinbergs Aufgaben einnimmt, ist er kaum noch beim Malern dabei. "Ich versuche, ein- bis zwei Mal im Monat beim Malern mitzumachen."

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