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Lokales

22. November 2017 | 10:24 Uhr

Sondergleis für mehr Vorfahrt der ICE

vom

svz.de von
erstellt am 11.Jul.2011 | 07:36 Uhr

Hagenow | Von der Riesenbaustelle bekommt der Normalbürger gar nichts mit, zu abgelegt liegt die Trasse für die Gleisverlängerung. Es sei denn, man wohnt im vorderen Teil der Hagenower Straße in Hagenow-Heide. Über diese Straße und dann weiter auf einem Waldweg quälen sich seit Tagen die Materialtransporte.

Unterwegs gibt es noch einmal ein Zwischenlager, bevor es dann weiter an die Hauptgleise geht. Dort, an der Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg, ist der neue Streckenabschnitt fast schon ausgekoffert, werden die ersten Sand- und Kieslagen verkippt und verdichtet. Das Gleis, das nun verlängert werden soll, gibt es bereits, doch die 440 Meter Länge reichen nicht mehr für den modernen Gütertransport.

Nach Abschluss aller Arbeiten im kommenden Jahr sollen 750 Meter Überholgleis nutzbar sein. Dazu gibt es neue Weichenverbindungen, die z. B. eine Durchfahrt von Güterzügen aus Richtung Berlin am Bahnsteig vermeiden sollen. Das alles dient einer besseren Ausnutzung der Strecke. "Bei Verspätungen im Streckennetz der DB AG kann derzeit der Eisenbahnverkehr im Bereich von Hagenow-Land nur mit unzureichender Betriebsqualität abgewickelt werden", erklärte Bahnsprecher Gisbert Gahler in einem Schreiben an unsere Redaktion. Durch das neue Gleis und die Weichenverbindungen könnten Fahrplanreserven erhöht und damit Fahrtzeiten verkürzt werden. Dadurch könne man die Pünktlichkeit in überregionalen Verkehrsverbindungen merklich verbessern."

Die betroffenen Bürger in Hagenow-Heide hätten sich im Vorfeld eine bessere Informationspolitik vor allem von der Stadtverwaltung gewünscht. Die habe das Bauvorhaben, so der Vorwurf einiger, einfach so durchgewinkt. Es sei ja nicht die erste Baumaßnahme der Bahn, unter der die Hagenower zu leiden hätten, so Stadtvertreter Detlef Schlüter. Er setzte als Betroffener auch eine Beratung mit den Baufirmen durch. Hauptkritikpunkt war und ist die Zuwegung über die Hagenower Straße und den Waldweg. Das ließ sich nach der längst erfolgten Planfeststellung nicht mehr ändern. Dennoch kamen die Firmen den Bürgern entgegen, der Waldweg wurde teilweise asphaltiert, evtl. Risse und Beschädigungen an den Häusern beobachtet. Bereits Mitte August könnten ein Großteil der 40 000 Tonnen an Kies und Erdstoffen in der Baustelle sein. Dann beginnt dort der kniffligere Teil der Arbeiten, der Umbau der hochmodernen Signalstrecken und der Elektrifizierung.


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