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Sonderschau „Parchimer Schulen, Lehrer und Schüler“ : Sommermuseum macht Schule

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In der Kreisstadt wurde in den zurückliegenden acht Jahren der Beweis angetreten, dass entgegen dem Trend Ferienzeit auch Museumszeit sein kann.

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erstellt am 28.Mär.2011 | 11:49 Uhr

Parchim | In der Kreisstadt wurde in den zurückliegenden acht Jahren der Beweis angetreten, dass entgegen dem Trend Ferienzeit auch Museumszeit sein kann. Mit der speziellen Sommerofferte des Heimatmuseums unter dem Motto "Parchimer Modelle" wurden 2010 immerhin mehr als 1600 Besucher zusätzlich ins Museums, bzw. in die Turnhalle am Mönchhof als "Museum auf Zeit" gelockt. Und dieser Erfolgsgeschichte soll in wenigen Monaten ein neues Kapitel hinzugefügt werden. "Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren", ist bei Museumschef Wolfgang Kaelcke zu erfahren. Er lüftet auch das Geheimnis um das diesjährige Thema: "Parchimer Schulen, Lehrer und Schüler". Vom 20. Juni bis zum 28. August wird die Schulgeschichte der Eldestadt vom Mittelalter bis in die jüngste Vergangenheit nachzuerleben sein. "Parchim war schon immer ein bedeutender Schulstandort. Hier gab es stets namhafte Bildungseinrichtungen. Damit haben Historiker für eine Sonderausstellung ausreichend Stoff. Wir hoffen, dass wir damit den Nerv der Besucher verschiedenster Altersstufen treffen", sagt Wolfgang Kaelcke. Und auch die acht früheren Kämmereidörfer von Parchim spielen diesmal eine Rolle.

Obwohl es bislang noch keine Sonderausstellung zum Thema Schule gegeben hat, wird schon lange dazu geforscht und vor allem gesammelt. Im Fundus des an Platzmangel leidenden Museums in der Lindenstraße gibt es jede Menge passende Exponate, die bald zu sehen sein werden. Darüber hinaus haben Schulmuseen aus Hamburg, Neustadt-Glewe und Göldenitz zugesagt, sich mit interessanten Leihgaben zu beteiligen.

Anders als in der Vergangenheit werden für dieses Vorhaben 2011 keine Ein-Euro-Jobber-Stellen eingerichtet. Das Miniteam des Museums, dass auf Rückendeckung der Stadt und des Kulturamtes bauen kann, ist vor allem auf ehrenamtliche Hilfe angewiesen. "Das Sommermuseum gehört zu den wichtigsten Projekten und wir nehmen die Herausforderung an", sichert Mark Riedel als Vorsitzender des Heimatbundes Unterstützung wie in den Vorjahren zu. Bis zu 30 seiner Mitglieder bringen sich mit Tatkraft ein. So ist beispielsweise Dieter Dümcke, der als Schulchronist über Insiderwissen verfügt, an der inhaltlichen Vorbereitung beteiligt. Viel Zeit investiert auch Carmen Zemke, die Wolfgang Kaelcke bei der Zusammenstellung der Schau hilft. Carsten Großmann wird seinerseits die Koordinierung der Einsätze der Heimatbundmit glieder während des Sommermuseums übernehmen. "Trotz der Arbeit macht es den Hobbyhistorikern natürlich viel Freude, daran mitzuwirken. Und vielleicht bekommen bei diesem Thema auch jüngere Leute Interesse, sich mit der Heimatgeschichte zu beschäftigen", meint Mark Riedel.

Wolfgang Kaelcke ist wichtig, dass die Sonderausstellung auch wieder Anlass ist, um zum Thema Schulgeschichte weiter zu forschen und zu sammeln. "Wer eigene Exponate zur Schulgeschichte in Parchim zur Verfügung stellen möchte, sollte sich im Museum in der Lindenstraße bei uns melden", so der Chef.

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