zur Navigation springen

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe in Gülzow feiert 20-jähriges Bestehen : So viele Projekte wie noch nie

vom

Im 20. Jahr ihres Bestehens steht die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) mit Sitz in Gülzow so gut wie nie zuvor da, freut sich der amtierende Geschäftsführer Dr. Andreas Schütte.

svz.de von
erstellt am 26.Feb.2013 | 09:58 Uhr

Im 20. Jahr ihres Bestehens steht die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) mit Sitz in Gülzow so gut wie nie zuvor da, freut sich Geschäftsführer Dr. Andreas Schütte. „Die FNR unterstützte vergangenes Jahr im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die bisher größte Anzahl von Projekten in ihrer Geschichte“, sagt er.

Die Bandbreite reicht von der Förderung im Rahmen des Programms „Nachwachsende Rohstoffe“ über Projekte aus dem Energie- und Klimafonds bis hin zum Förderschwerpunkt „Studien zu Aspekten der Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen“ des Bundesumweltministeriums. „Die FNR ist heute die nationale Koordinierungsstelle für den Bereich nachwachsende Rohstoffe und zudem der international anerkannte Ansprechpartner in Deutschland“, so Schütte.

Zur Umsetzung der Ziele des Förderprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“ standen der FNR aus dem Bundeshaushalt in den Jahren 2011 und 2012 53 bzw. 59 Millionen Euro zur Verfügung. Mit Stand vom 30. Juni 2012 betreute die FNR 539 Projekte mit einem Gesamtfördervolumen von ca. 192 Millionen Euro. Damit nahm die Anzahl der Projekte im Vergleich zum vorhergehenden Berichtszeitraum um 104 zu, parallel stieg das Gesamtfördervolumen um rund 33 Millionen Euro an. „Aktuell betreuen wir sogar mehr als 650 laufende Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit einem Fördermittelvolumen von über 220 Millionen Euro“, ergänzt Schütte.


Im aktuellen Berichtszeitraum flossen 44 Prozent der Fördermittel in 205 Bioenergie-Projekte. 37 Prozent der Fördermittel hat die FNR für 271 Projekte des chemisch-technischen Bereichs zur Verfügung gestellt. Wie auch im Vorjahr entfallen 18 Prozent des Budgets auf sonstige Vorhaben, darunter aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Verbraucherinformation. Hierzu zählen beispielsweise die Förderung der im Bundeswettbewerb Bioenergie-Regionen ausgewählten Projekte, die regionale Bioenergie-Beratung sowie das Beratungsprojekt NawaRo-Kommunal.


Auch im vergangenen Jahr setzte die FNR einen Schwerpunkt bei der Entwicklung ländlicher Räume durch Bioenergie, so Schütte. Neben dem Wettbewerb „Bioenergiedörfer 2012“ zählt hierzu auch der Wettbewerb „Modellregionen für eine beschleunigte Energiewende im ländlichen Raum“.
2013 feiert die FNR ihr 20-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass veranstaltet das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz am 17. und 18. April in Berlin den Kongress „Nachwachsende Rohstoffe und Energie für die Zukunft“.

Bundesministerin Ilse Aigner will mit Vertretern aus Politik, Verwaltung, Verbänden, Wirtschaft und Wissenschaft die politisch-strategische Ausrichtung der Rohstoff- und Energieversorgung in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung nachwachsender Rohstoffe diskutieren. „Mit der Vielzahl der über die FNR geförderten Vorhaben haben wir wichtige fachliche Grundlagen geschaffen für die heutige technologische Spitzenposition Deutschalnds bei der energetischen und stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe“, sagt die Ministerin.


Die FNR, die heute 78 Mitarbeiter hat, wurde 1993 auf Initiative der Bundesregierung mit der Maßgabe ins Leben gerufen, Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsprojekte im Bereich nachwachsender Rohstoffe zu koordinieren. Das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gibt dafür die Regeln vor. Die Fördermittel für die Umsetzung der Programms stehen aus dem Bundeshaushalt zur Verfügung. Zusätzlich verfügt die FNR über Gelder aus dem Energie- und Klimafonds für Forschung und Entwicklung im Bioenergie-Bereich.


Hauptaufgabe der FNR ist die Betreuung von Forschungsvorhaben zur Nutzung nachwachsender Rohstoffe. Aktuelles Fachwissen zum Thema wird gesammelt und steht über Veröffentlichungen interessierten Wissenschaftlern, Privatpersonen, Politikern, Wirtschafts- und Medienvertretern zur Verfügung. Auch über Messen und Ausstellungen versucht die FNR, auf das Potenzial nachwachsender Rohstoffe aufmerksam zu machen. Die Koordinierung von EU-Projekten rundet ihre Tätigkeit auf europäischer Ebene ab.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen