So kommen wir in den "Prignitzer"

Zeitungsarbeit ist interessant, manchmal auch stressig, macht aber vor allem viel Spaß, erfahren die die Wittenberger Frauen  im Gespräch mit 'Prignitzer'-Redakteurin Petra Ferch. Claudia Rieger
Zeitungsarbeit ist interessant, manchmal auch stressig, macht aber vor allem viel Spaß, erfahren die die Wittenberger Frauen im Gespräch mit "Prignitzer"-Redakteurin Petra Ferch. Claudia Rieger

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19. Januar 2010, 08:55 Uhr

Wittenberge | Alleinerziehende haben es nicht einfach. Denn die gesamte Familienlast ruht auf ihren Schultern, Zeit für sich selbst bleibt da selten. Fehlt dann auch noch ein Job, ist die Gefahr der Isolation groß. Deshalb hat die Euro-Schule Wusterhausen eine innovative Maßnahme ins Leben gerufen, will jungen, alleinstehende Wittenbergerinnen Möglichkeiten bieten, den "Kontakt zum gesellschaftlichen Leben nicht zu verlieren", beschreibt Christiane Thiel.

Sie ist Sozialpädagogin, betreut sechs Monate lang 15 junge Frauen. Und dieses Betreuen gestaltet sich sehr vielseitig. "Wir besuchen gemeinsam Veranstaltungen, waren vor wenigen Tagen beispielsweise schon in der Stadtbibliothek, um zu zeigen, welche Möglichkeiten Wittenberge so bietet", erzählt Christiane Thiel.

Über der Sparkassenfiliale in der Perleberger Straße befinden sich die Räumlichkeiten für das Projekt, die sich die Frauen auch selbst ausgestalten. Dort kommen sie miteinander ins Gespräch, tauschen Erfahrungen aus, geben sich gegenseitig Tipps, sprechen über ihr Leben. Aber sie erhalten, wenn gewünscht, auch Nachhilfe. "Da geht es um die neue Rechtschreibung ebenso wie um andere Unterrichtsfächer", macht Christiane Thiel deutlich. Auch Rollenspiel und Bewerbungstraining stehen auf dem Plan. Und es werden Gesprächspartner zu den unterschiedlichsten Themen eingeladen. "So ging es schon um Kindererziehung sowohl im Kleinkindalter als auch um Probleme mit 12-Jährigen oder Jugendlichen in der Pubertät. Und auch Beziehungsstress im Alltag stand schon auf dem Programm", zählt die Sozialpädagogin auf. Und von der Polizei habe es interessante Informationen zur Drogenproblematik gegeben.

"Überhaupt erhalten wir viel Unterstützung und Entgegenkommen von vielen Einrichtungen, Vereinen und Institutionen", lobt Christiane Thiel und bedankt sich dafür an dieser Stelle ausdrücklich. Denn diese Einbeziehung der jungen Frauen in das gesellschaftliche Leben sei sehr wichtig. Dazu gehöre auch der Besuch von Unternehmen. Ein solcher führte die Frauen auch in die "Prignitzer"-Redaktion. "Denn viele Themen, die der ,Prignitzer behandelt, stehen bei uns zur Diskussion", erläutert Christiane Thiel. Deshalb auch wollten die jungen Muttis sich einmal selbst davon überzeugen, wie so eine Zeitung entsteht, woher die Informationen kommen, wer die Artikel schreibt, die Fotos macht, die Zeitung gestaltet. Redaktionsleiter Hanno Taufenbach stand den Wissensdurstigen Rede und Antwort, nahm aber gern auch Anregungen entgegen.

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