So geht Klimaschutz

Timo, Jan und Sandra Czarnietzki haben sich alle Stationen im 'Leuchttour-Mobil' genau angeschaut. Nun wissen sie auch, dass mit Wasser  ein   Schaufelrad angetrieben wird.
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Timo, Jan und Sandra Czarnietzki haben sich alle Stationen im "Leuchttour-Mobil" genau angeschaut. Nun wissen sie auch, dass mit Wasser ein Schaufelrad angetrieben wird.

Wärme aus Kuhdung und Strom aus Wasser: Welche natürlichen Möglichkeiten der Energiegewinnung es heutzutage gibt, wird seit gestern im Leuchttour-Mobil erläutert. Etwa 400 Kinder informierten sich.

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29. Juli 2009, 08:50 Uhr

Warnemünde | "Moin, moin, immer hereinspaziert in die gute Stub", begrüßt Leuchtturm-Wärter Matthiesen Sandra, Timo und Jan Czarnietzki im Truck der Leuchttour 2009.

Das Gefährt vor dem Warnemünder Leuchtturm bietet seit gestern zahlreiche Informationen und Mitmachstationen rund um die Themen Klimaschutz und erneuerbare Energien für Vier- bis Zehnjährige an. "Wir haben die Ausstellung wieder eingeladen, weil sie schon vergangenes Jahr sehr gut angekommen ist", sagt Ute Klawonn, Mitarbeiterin der Tourismuszentrale Rostock-Warnemünde.

Dieses Mal wurde der Auftakt noch besser: Etwa 400 Kinder erkunden am ersten Tag das Innere des Information-Lasters. Dazu zählen auch die Vorschul- und Hortkinder der Kita "Strandmuschel". Sie setzen sich schon seit längerem mit alternativen Energien auseinander. "Wir führen in diesen beiden Altersgruppen Experimente durch, mit denen wir das Vorkommen und die Wirkungsweise verschiedener Formen vermitteln", erzählt Carina Siebert, Kita-Mitarbeiterin. Ihre Kinder sind inzwischen an der Windanlagen-Station und versuchen mit überdimensionierten Fächern die Windräder zum Drehen zu bringen.

Mittlerweile hat auch Matthiesen Jan, Timo und Sandra zu Ende erzählt, wofür er Strom braucht und dass er ihn nur noch aus sauberen Energieträgern gewinnen möchte. Nun schauen sich die Steppkes im Truck selber um - beispielsweise an der Station "Von Gras zu Gas". Dort wird der Weg erklärt, wie der Dung der pflanzenfressenden Kuh zur Wärmeerzeugung genutzt wird. Sandra Czarnietzki hingegen liest sich alle Informationen zu den verschiedenen Wasserkraftwerken in Deutschland durch. "Dass man über Wasserkraft Strom erzeugen kann, war mir noch nicht so bewusst", erzählt die Elfjährige.

Ausstellung fördert die Mitsprache-Kompetenz "Die Kinder sollen früh an Themen wie Klimaschutz, Energiegewinnung und Stromsparen herangeführt werden", erläutert Melanie Lietmann, Mitarbeiterin Landesverband Niedersachsen des Deutschen Kinderschutzbundes (KSB). In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat der KSB die Ausstellung entwickelt. "Durch die Stationen lernen sie spielerisch woraus man Energie gewinnen kann", fügt sie hinzu. Außerdem werde durch die Informationsvielfalt auch die Mitsprache-Kompetenz der Kinder gestärkt, erläutert Lietmann. "In den UN-Kinderrechten ist festgelegt, dass Kinder entsprechend ihres Entwicklungsstandes sofort an Besprechungen zu beteiligen sind", erläutert sie. "Je eher sie über Sachverhalte Bescheid wissen, um so eher können sie mitreden."

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