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An Müritz-Elde-Wasserstraße entsteht Informationssystem : Skipper erhalten Tipps zum Landgang

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Zukünftig sollen die Skipper bessere Informationen erhalten. Das ist Ziel des Projektes "Landgang". Beabsichtigt ist, entlang der Müritz-Elde-Wasserstraße und der Stör wassertouristische Informationstafeln aufzustellen.

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erstellt am 12.Apr.2013 | 10:37 Uhr

Parchim | Zur nächsten Saison sollen die Skipper bessere Informationen erhalten. Das ist Ziel des Projektes "Landgang". Beabsichtigt ist, entlang der Müritz-Elde-Wasserstraße und der Stör wassertouristische Informationstafeln aufzustellen. Standorte sind beispielsweise der Wasserwanderrastplatz am Fischerdamm in Parchim, das Lewitzcamp und die Marina in Matzlow-Garwitz, Banzkow, Neustadt-Glewe, Kuppentin, Dömitz, Grabow, Burow, Lübz, Plau. Hier sollen die Wassertouristen dann direkt an den Anlegestellen erfahren, was sie an Land unternehmen können.

"Um die Region schmackhaft zu machen", sagt Kristin Hormann von der Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern. "Früher waren die Schleusenwärter ein Medium", so Hormann. Die hätten den Skippern Tipps gegeben, wo sie etwas unternehmen können und wo es beispielsweise noch freie Liegeplätze gibt. Mittlerweile gebe es aber kaum noch Schleusenwärter. Hier sollen die Info-Tafeln des Projekts Landgang ansetzen, die auch mit QR-Codes versehen werden, wodurch Interessenten zusätzlich über ihr Handy auf eine Internetseite mit weiteren aktuellen Informationen weitergeleitet werden.

Landgang ist eins der jüngsten Projekte, das mit Hilfe von Mitteln der Europäischen Union zur Entwicklung des ländlichen Raums in der Region umgesetzt werden soll.

Ausgewählt wurden diese Projekte von der Leader-Arbeitsgruppe für die Region Warnow-Elde-Land, die sich über den Altkreis Parchim erstreckt. Die Gruppe mit 33 Mitgliedern unter Leitung des Sternberger Bürgermeister Jochen Quandt wählt nach den Möglichkeiten ihres Budgets Projekte aus, mit denen regionale Entwicklungsstrategien umgesetzt werden. In der aktuellen Förderperiode von 2007 bis 2013 hat die Gruppe die Landgesellschaft als Helfer für die Umsetzung ins Boot geholt. Um diesen Part kümmern sich Kristin Hormann und Torsten Mehlhorn in Leezen.

Finanzen in Höhe von 6,5 Millionen Euro verteilt die Gruppe in der aktuellen Förderperiode für den ganzen Landkreis Parchim. Das Geld stammt aus dem großen EU-Topf für die Landwirtschaft (Eler) und dessen Teilbereich (Leader), der gerade fünf Prozent der Agrarförderung ausmacht. Damit sollen europaweit modellhafte Projekte im ländlichen Raum gefördert werden.

Bei "Landgang" ist die Nachbarak tionsgruppe Südwest-Mecklenburg Kooperationspartner. Beide Gruppen arbeiten entlang der Wasserstraße eng zusammen. Geplant ist eine einheitliche Beschilderung nach dem Muster von Wasserläufen in Brandenburg entlang des gesamten Abschnitts von Plau am See bis zur Elbe. "Gemeinsam sind wir stark", so Kristin Hormann.

Entlang der Müritz-Elde-Wasserstraße wurden in den vergangenen Jahren bereits verschiedene Teilobjekte mit Hilfe von EU-Geldern realisiert. Gefördert wurden beispielsweise ein Anleger am Stadtpark und die Marina in Lübz oder auch die Vernetzung der Angebote von Kanuanbietern über das Projekt "Kanal total".

Die Entwicklung der Wasserstraßen ist eines von neun Leitprojekten, die von der Aktionsgruppe Warnow-Elde-Land verfolgt wird. Ebenfalls zu diesen Vorhaben gehören beispielsweise das Besucherleitsystem für den Naturpark Sternberger Seenland, die Entwicklung der Lewitz einschließlich eines Radrundweges durch das Gebiet oder auch die Klosteranlage Dobbertin. Hier gelang es, einen Konflikt zu entschärfen, so Hormann. 250 Menschen leben in der Anlage des Diakoniewerks. Dem gegenüber stehen mehr als 35 000 Besucher im Jahr. Damit die Bewohner nicht gestört werden, wurde ein Besucherleitsystem eingerichtet. Gezielt werden die Gäste zu bestimmten Punkten auf dem Gelände geführt und erhalten dort über einen Audioguide alle wichtigen Informationen. Fördermittel flossen auch in das ehemalige Klosterbrauhaus. In dem Gebäude wurde im Vorjahr ein Café eröffnet. Im oberen Stockwerk wurden alte Gefängniszellen entdeckt. Sie erinnern an die Geschichte des früheren Klosteramtes. Hier soll eine Regionalausstellung entstehen.

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