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Lokales

23. September 2017 | 00:37 Uhr

Skihalle vor Neustart

vom

svz.de von
erstellt am 08.Okt.2010 | 10:15 Uhr

Hagenow | Die Skihalle Wittenburg präpariert die Piste: Nach eineinhalbjährigen Verhandlungen steht die holländische Touristikgruppe Van der Valk unmittelbar vor der Übernahme des Millionenbaus. Bei den Kaufverhandlungen mit den bisherigen Eignern sei gestern in München eine grundsätzliche Einigung erzielt worden, teilte Van-der-Valk-Sprecher Volker Wünsche im Anschluss mit: "Wir sind einen ganz großen Schritt weiter." Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. In der Branche heißt es indes, dass der Van der Valk deutlich weniger als 40 Millionen Euro an die österreichische Bank Hypo Alpe Adria überweisen muss. Früheren Angaben von Hallen-Manager Bob van den Nieuwenhuijzen zufolge sind in dem Kaufpreis die in den letzten Monaten festgestellten Bauschäden und ein Risikoabschlag eingerechnet.

Die unter Statikproblemen leidende Halle war 2006 nach Investitionen von 75 Millionen Euro eröffnet worden, zwei Jahre später vom damaligen Betreiber, dem Hamburger Klimatechniker Hans-Gerd Hanel, aber in die Insolvenz geführt worden. Die Investition wurde mit 17 Millionen Euro gefördert.

Die gestrige grundsätzliche Einigung steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Hypo Alpe Adria-Vorstandes. Damit werde in den kommenden zwei Wochen gerechnet, sagte Wünsche. Zeitnah solle dann mit der Sanierung begonnen werden. "Wir wollen die Halle so schnell wie möglich wieder öffnen - wir hoffen noch in diesem Jahr." Wenn auch die Piste noch nicht wieder genutzt werden könne, so solle zumindest die Veranstaltungshallen wieder zugänglich werden, um das Weihnachtsgeschäft noch nutzen zu können. "Da muss wieder Leben rein", sagte Wünsche. Eigenen Angaben zufolge gibt es zahlreiche Anfragen. Allerdings müsse möglicherweise doch noch für einen Teil der 200 betroffenen Mitarbeiter die nur bis Ende November angemeldete Kurzarbeit verlängert werden, sagte Wünsche.

Der Freizeitpark war im August von Behörden gesperrt worden, nachdem sich durch mangelnde Insolierung im Hauptteil der Halle Teile der Konstruktion um bis zu 37 Zentimeter gehoben hatten und der rechnerische Statiknachweis nicht mehr erbracht werden konnte. Van der Valk fallen nach eigenen Angaben täglich Kosten im fünfstelligen Bereich an. Noch sei nicht über die Sanierungspläne entschieden, sagte Wünsche. Die reichen vom Austausch der beiden schadhaften Stahlstützen bis zum Neubau des betroffenen unteren Hallenteils. Kosten: zwischen 1,5 und 15 Millionen Euro.

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