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Lokales

18. August 2017 | 18:18 Uhr

Skihalle: Sanierung nun erst nach Kauf

vom

Wittenburg | Die Sanierung der seit einigen Wochen gesperrten Skihalle wird erst nach einem Kauf durch die Van-der-Valk-Gruppe beginnen, meldete gestern der Norddeutsche Rundfunk. Das bestätigte gestern Hallenmanager Bob van den Nieuwenhuijzen im Gespräch mit der Schweriner Volkszeitung. Dennoch halte er nach wie vor an dem Ziel fest, die Halle im November wieder saniert zu öffnen. Bisher sind die Holländer nur Mieter der Halle. Unmittelbar vor der Sperrung hatten die Betreiber verkündet, sie wollten den Schaden auf eigene Kosten sanieren und gleichzeitig die Verkaufsverhandlungen forcieren. Das hat sich nun geändert. Die Skihalle gehört einer Besitz KG, die wiederum im Besitz der Hypo Alpe Adria Bank ist.

Die Skihalle wurde Anfang August von der Bauaufsicht des Landkreises Ludwigslust gesperrt. Unter dem Auslaufbereich der Piste habe sich aufgrund einer fehlerhaften Isolierung eine dicke Eisschicht gebildet. Die drückte nun auf das Stahlgerüst und damit auf die Statik des Gebäudes.

Seit der Schließung der Halle habe es bei den schon seit Jahren laufenden Verkaufsverhandlungen deutliche Fortschritte gegeben, bestätigte Nieuwenhuijzen. Über die Summe sei man sich im Prinzip schon einig, es fehlten die berühmten Kleinigkeiten zum Vertragsabschluss.

Wieviel die nötige Sanierung der Skihalle kostet, stehe dagegen noch nicht fest, da gäbe es mehrere Gutachten mit verschiedenen Aussagen. Sicher sei, dass die Sanierung nicht unter 100 000 Euro zu machen sei. Die Planungen für die Sanierungsarbeiten seien nicht gestoppt worden, sondern würden mit Hochdruck vorangetrieben.

Die holländische Gruppe warb gestern um Verständnis für ihr Vorgehen. Das Risiko der Sanierung sei hoch, da sei es doch logisch, dass man erst saniere, wenn die Besitzverhältnisse geklärt seien. Vorteil des Valk-Teams, es ist der einzige Bewerber für die Anlagen, die einmal mehr als 70 Millionen Euro kostete und mit Fördermitteln großzügig unterstützt wurde.

Volker-Wünsche, Sprecher der Van-der-Valk-Gruppe: "Wir haben als Betreiber bewiesen, dass wir Erfolg haben können und wir sind uns sicher, dass außer uns keiner dieses heiße Eisen Wittenburg anfasst. Allerdings wollen wir erst ins Risiko gehen, wenn die Halle uns gehört."

Die Betreiber hatten vor allem in den vergangenen Monaten leicht steigende Besucherzahlen gemeldet. Fernziel der Holländer ist jedoch der Ausbau der Anlage zu einem Freizeitpark mit Skihalle, nicht ausgeschlossen ist dabei der Bau eines Schwimmbades.

Aktuell sind fast alle der insgesamt 200 Mitarbeiter vom Management in Kurzarbeit geschickt worden, in Wittenburg wird lediglich der Hotelbetrieb aufrecht erhalten. Die Halle wird nach wie vor auf minus zwei Grad gekühlt und muss wohl auch für die anstehende Sanierung nicht abgetaut werden.

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erstellt am 22.Sep.2010 | 08:22 Uhr

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