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Lokales

21. November 2017 | 05:42 Uhr

Situation an Löcknitz bleibt kritisch

vom

svz.de von
erstellt am 26.Jan.2011 | 06:52 Uhr

Prignitz | Ab morgen, 0 Uhr, ist die Hochwasser-Alarmstufe III an der Elbe im Landkreis Prignitz aufgehoben. Der Pegel bei Wittenberge lag gestern Morgen bei 6,43 Metern und fiel im Tagesverlauf weiter ab.

Für die Löcknitz bleibt die III aber weiterhin bestehen, betont Landrat Hans Lange. Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass gestern das Wehr Wehningen (bei Dömitz) wieder geöffnet wurde, die Löcknitz damit wieder in die Elbe abfließen kann. Da aber der Wasserspiegel zwischen Elbe und Löcknitz gestern nur eine Differenz von einem Zentimeter ausmachte, so Norbert Albs, Leiter des Hochwasserstabes in Lenzen, sei der Abfluss nicht so groß, müsse weiter mit hohen Wasserständen in der Löcknitz gerechnet werden.

Aus diesem Grunde bleiben auch die Spezialkräfte des Technischen Hilfswerkes mit ihren Pumpen bis einschließlich kommenden Montag im Einsatz in der Lenzener Wische, um vor allem weiter Qualmwasser aus dem Winter- in den Sommerpolder abzupumpen. "Zuerst muss die Löcknitz ihr Flussbett wiederfinden, dann erst können Maßnahmen wie der geflutete Sommerpolder bei Eldenburg zurück genommen werden", erklärte Albs bei der gestrigen Pressekonferenz des kreislichen Hochwasserstabes. Das Lagezentrum des Landesumweltamtes in Lenzen werde deshalb auch noch nicht aufgelöst. Derzeit müssten vor allem auch die Löcknitz-Deiche beobachtet werden, denn sie wiesen zunehmend Sickerstellen auf.

Nach wie vor angespannt ist die Qualmwassersituation auch im Bereich Breese und Weisen. Zwar konnte der Westprignitzer Trink- und Abwasserzweckverband (WTAZV) gestern wieder die komplette zentrale Abwasserentsorgung herstellen, die zuvor über Tage in einigen Bereichen minimiert werden musste. Aber nach wie vor sind die Grundstücksbesitzer aufgerufen, das Qualm- sprich Grundwasser nicht in die Abwasserkanalisation zu leiten. Denn das Pumpwerk, das die Abwässer weiter nach Wittenberge transportiert, habe nur begrenzte Kapazitäten. Normalerweise würden täglich zwischen 120 und 150 Kubikmeter gepumpt, seit vergangenen Freitag laufe es aber rund um die Uhr, müsse 800 Kubikmeter bewältigen. Die gleiche Menge sei zusätzlich mit Fahrzeugen abgefahren worden. Überstaut seien auch noch viele dezentrale Kleinkläranlagen. Vor deren Entleerung, wenn das Wasser weiter zurück gegangen ist, sollte aber unbedingt fachlicher Rat eingeholt werden, damit es nicht zu Schäden an den Gruben kommt, rät Bernd Lindow vom Hochwasserstab.


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