Sind 80 Hektar viel oder wenig?

Das neue Werbeschild an der B 103 wurde am Dienstag enthüllt. Birgit Hamann (2), Manfred Drössler (1)
Das neue Werbeschild an der B 103 wurde am Dienstag enthüllt. Birgit Hamann (2), Manfred Drössler (1)

Sind 80 Hektar belegter Gewerbefläche mit 1328 Arbeitsplätzen viel oder wenig? Das ist relativ. Gemessen an der Gesamtfläche des Gewerbeparks Prignitz in Falkenhagen von netto 238 Hektar klingt es wenig. Gemessen an anderen Gewerbegebieten der Region ist es viel.

von
13. August 2009, 09:00 Uhr

Falkenhagen | Im Jahr 2009 kann man die Riesenhaftigkeit des Gewerbeparks Prignitz in Falkenhagen fast schon als "Altlast" bezeichnen. Der erste Spatenstich erfolgte am 29. Juni 1991. Fertig war man mit der Erschließung fünf Jahre später. 371 Hektar Brutto- bzw. 238 Hektar Nettofläche zu bewirtschaften und nach Möglichkeit auch voll auszulasten, erweist sich für den Landkreis Prignitz, der das Gewerbegebiet mit der Kreisgebietsreform vom Altkreis Pritz walk übernahm, als großer Happen. Auf der Sitzung des Wirtschafts- und Bauausschusses des Kreistages, der vorgestern im Hotel Falkenhagen tagte, zogen die zuständige Geschäftsbereichsleiterin der Kreisverwaltung, Edelgard Schimko, und der Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz mbH, Uwe Büttner, eine Bilanz über die Entwicklung des Gewerbeparks.

Wären da nicht die 238 Hektar Gesamtfläche im Hinterkopf, kann sie sich durchaus sehen lassen: 33 überregional und auch international tätige Unternehmen siedelten sich hier an. Sie repräsentieren die Branchen Ernährungswirtschaft, holzverarbeitende Wirtschaft, Logistik, Metall und Papier. In einem Zeitraum von rund 15 Jahren hat sich die Zahl der Arbeitsplätze annähernd verdreifacht. Die Statistik weist 1994 570 Jobs aus, 2009 1328. Darin sind noch nicht die Beschäftigten der Concert GmbH enthalten, die mit Inbetriebnahme des dritten Werkes Ende dieses Monats eine Beschäftigung in Falkenhagen finden werden. Im Herbst eröffnet zudem die Tierfeuerbestattung Falkenhagen GmbH ihr Unternehmen auf dem Areal.

Insgesamt wurden seitens der Unternehmen von 1991 bis 2008 rund 380 Millionen Euro in den Standort Falkenhagen investiert.

Im Normalfall, so Edelgard Schimko, entwickele man Gewerbegebiete mit einer Fläche von um die 100 Hektar. Von dieser Dimension waren einst auch die geistigen Väter des Gewerbeparks Falkenhagen, Udo Dallmann und Gerald Knoblauch, ausgegangen. Sie hatten kurz nach der Wende den Anstoß gegeben, ließen sich seinerzeit dann als Erste mit der TUL agroservice GmbH bzw. dem Baufachzentrum nieder. Beide Firmen existieren noch immer, die TUL expandiert bis heute. Uwe Büttner erläuterte die veränderte Vermarktungsstrategie für den Gewerbepark. Deutlich herausgestellt werde dabei die geografische Lage - nicht im Nordwestzipfel Brandenburgs, sondern auf halbem Weg zwischen Berlin und Brandenburg, Rostock und Magdeburg, mit einer exzellenten Verkehrsanbindung. Darauf zielt auch ein neues Werbeschild an der B 103 ab, das am Dienstag im Beisein von Landrat Hans Lange enthüllt wurde.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen