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Lokales

25. September 2017 | 01:09 Uhr

Silber für klassischen Schrebergarten

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erstellt am 17.Okt.2010 | 08:18 Uhr

Ludwigslust/Berlin | Große Freude bei den Mitgliedern des Kleingärtnervereins "Wiesengrund" in Ludwigslust. Am Wochenende erhielten sie im Bundeswettbewerb "Gärten im Städtebau" eine Silbermedaille. 28 Vereine aus dem gesamten Bundesgebiet hatten sich für die Endrunde qualifiziert.

Es war ein festlicher Rahmen im Palais am Berliner Funkturm, die Deutsche Schreberjugend bot zur Einstimmung eine Tanzshow, wie sie sie bereits auf der Bundesgartenschau 2009 in Schwerin präsentierte. Unter den vielen Delegationen auch die Kleingärtner vom "Wiesengrund" in Ludwigslust. "Bronze war uns ja bereits sicher, und das ist ein großer Erfolg für uns. Mit mehr hatten wir fast gar nicht gerechnet", sagte Vereinsvorsitzender Gerhard Gieseler. Die Jury hielt auch dicht, es sickerte keine Platzierung durch. Der Aufruf zur Entgegennahme der Medaille erfolgte nach dem Alphabet, erst dann wurde verkündet, welche Medaille erreicht wurde. Und es wurde noch spannender, da kurz vor dem L eine Pause eingelegt wurde. Dann die Aufforderung an die Ludwigsluster, auf die Bühne zu treten.

Artenvielfalt sorgt für Ökologie und Nachhaltigkeit

Gemeinsam mit dem Kreisfachberater Friedrich Schneider sowie dem Landesvorsitzenden Detlev Rauch betrat Vereinschef Gieseler das Podium, und dann kam die Nachricht: "Silber". Aus den Händen des Staatssekretärs im Bundesbauministeriums, Rainer Bomba, und des Präsidenten des Bundesverbandes der Gartenfreunde, Dr. Achim Friedrich, erhielten sie die Medaille und die Urkunde. "Das ist die höchste Ehrung und Ansporn für uns, und das werden wir im Verein zu feiern wissen", meinte Gieseler. Mit ihm waren nicht nur der Vorstand, sondern viele aktivste Mitglieder nach Berlin gefahren.

Der Jury, so war in Berlin zu erfahren, hat vor allem die "klassische Kleingartenanlage im Schreberschen Sinne" gefallen. Die große Artenvielfalt an Obst und Gemüse sorgt in dem Verein für Ökologie und Nachhaltigkeit. Ein weiterer Pluspunkt war die Erhaltung der seit über 100 Jahren bestehenden Anlage mit alten Hecken und auch noch bestehenden Lauben aus der Gründerzeit des Vereins. Für eine gute städtebauliche Einordnung sorgt die Lage am Rande der Lindenstadt, die gut erreichbar ist, lediglich der fehlende öffentliche Nahverkehr und der etwas abseits gelegene Spielplatz für die Jüngsten wurde seitens der Jury bemängelt.

Nun hoffen Gieseler und sein Vorstand, dass es ihnen auch künftig gelingt, ihre 74 Parzellen zu verpachten. "Nachwuchsprobleme gibt es überall und die Altersstruktur ist zu hoch", so der Kleingärtner.

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