Siemens vergibt Millionen

Kauft Siemens  in MV ein: Narben für Windkraftanlagenzvs
Kauft Siemens in MV ein: Narben für Windkraftanlagenzvs

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25. November 2010, 07:22 Uhr

Rostock | Der Siemens-Konzern geht in MV auf Einkaufstour: Der Technologieriese will künftig mehr Aufträge im Nordosten auslösen als bisher. Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe der Konzern für 20 Millionen Euro mehr bei Partnern im Land eingekauft als vorgesehen, teilte Frank Haacker, Chef der Siemens-Niederlassung Rostock mit. Insgesamt seien Waren und Dienstleistungen für 89 Millionen Euro geordert worden. Auch das Geschäftsvolumen liege um vier Millionen Euro über der Prognose von 40 Millionen Euro.

Vor allem das Windkraftgeschäft von Siemens sorgt für Aufträge in MV. In Kürze werde auf den Nordic Yards Werften der Bau einer Offshore-Plattform beginnen, eine Umrichterplattform für die Anbindung von Windparks in der Nordsee, die von Siemens ausgestattet werde. Das Unternehmen, das im Land u. a. in Rostock und Greifswald insgesamt etwa 450 Mitarbeiter beschäftigt, liefere zudem die Turbinen, Gondeln und Narben für die beiden Offshore-Windparks Baltic I vor der Halbinsel Darß und Baltic II nördlich vor Rügen. Auftragswert: ein dreistelliger Millionenbetrag. Die dafür notwendigen Narben liefer die Eisengießerei Torgelow, sagte Haacker. Dazu habe die Rostocker Siemens-Niederlassung gemeinsam mit dem Windkraftanlagenbauer Nordex ein neuartiges Brandschutzsystem entwickelt, das derzeit in acht Prototypen in den USA getestet werde. Mit der Weiterentwicklung der Transformatoren lasse sich damit die Brandgefahr reduzieren. Die Automationssparte des Konzerns beteilige sich zugleich am Bau der beiden neuen Scandlines-Fähren auf der Volkswerft Stralsund, die mit Antrieben ausgestattet werden. Die notwendigen Schrauben liefere das Propellerwerk Waren.

Künftig werde die Rostocker Niederlassung stärker ins grüne Gebäudemanagement einsteigen, kündigte Haacker an. Mit speziell entwickelten Ein sparkonzepten lasse sich der Energieverbrauch in Gebäuden deutlich senken. Dazu solle der Personalstamm von derzeit 60 Mitarbeitern in Rostock weiter aufgestockt werden, kündigte der Niederlassungschef an.

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