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Lokales

22. August 2017 | 22:23 Uhr

Siegel der Ehre für Bützow

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Schwerin/Güstrow | Die Idee des "Ehrbaren Kaufmanns" ist durch die Bankenkrise gewachsen. Die Unternehmer sollten zurückfinden zu Ethik und Moral, sagt Werner Röpert, Landesbeauftragter MV des Bundesverbandes mittelständischer Wirtschaft (BVMW). Gemeinsam mit den Landesverbänden Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen vergibt der Wirtschaftsverband unter der Dachmarke BVMW Hanse die Urkunde "Ehrbarer Kaufmann" und das dazugehörige "Siegel der Ehre". Das können auch Firmenchefs aus Bützow dann in ihrer Geschäftspost oder auf dem Internetauftritt ihres Unternehmens verwenden. Voraussetzung ist die Unterschrift unter den selbstverpflichtenden Grund sätzen.

"Wir haben erst zu Jahresbeginn angefangen, für unsere Initiative zu werben", berichtet Röpert. "Und jetzt haben schon fast 60 Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern die Selbstverpflichtung unterschrieben." MV sei dabei nicht nur Ideengeber gewesen, sondern habe inzwischen im Ländervergleich die meisten Unternehmer für die Sache der Ehre gewinnen können, berichtet Röpert stolz.

"Mit der öffentlichen Selbstverpflichtung zu den Grundsätzen greifen wir ein Leitbild auf, das schon im Mittelalter geformt worden ist und neben unternehmerischem Wirken vor allem von Respekt, Glaubwürdigkeit, gesellschaftlichem Engagement und von nachhaltigem Wirtschaften geprägt ist", sagt Röpert. Die Initiative könne ein positives Firmenbild bringen und animieren, für die ethischen Werte in der Wirtschaft einzutreten.

Zur Selbstverpflichtung des Unternehmers - erster Ehrbarer Kaufmann im Land ist übrigens die ATI Westmecklenburg - gehört auch der respektvolle Umgang mit Mitarbeitern und der Aufbau und Erhalt von Arbeitsplätzen. Ein Beispiel wie ernst die Unternehmer ihre Unterschrift tatsächlich nehmen.

Immer wieder sei er natürlich mit der Frage des Kontrollierens seiner Mitgliedsfirmen konfrontiert worden, berichtet der Landesbeauftragte. "Natürlich ist der BVMW keine Rechtsinstanz", sagt Röpert. Aber ebenso öffentlich wirksam wie die Urkunde überreicht werde, könne sie bei Zweifeln an der Rechtschaffenheit des Unternehmens auch entzogen werden. Auch sei ein Rauswurf aus dem Verband als Konsequenz denkbar.

Der BVMW hat in der Hanse rund 5000 Mitgliedsunternehmen, davon 1400 in MV.

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erstellt am 08.Aug.2010 | 06:43 Uhr

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