Sieg im Güstrower „Krieg der Sterne“

 Inhaber André und Gabriela Spichalski und Restaurantleiter Steffen Jaacks (v.l.)
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Inhaber André und Gabriela Spichalski und Restaurantleiter Steffen Jaacks (v.l.)

Nachprüfung des Altstadt-Hotels ergibt: „3-Sterne-Superior“ bleiben bestehen / Hotelier André Spichalski kritisiert Dehoga-Bewertungskriterien

svz.de von
06. Dezember 2013, 08:00 Uhr

Entscheidender Sieg für Hotelier Detlef Hertzsch im Güstrower „Krieg der Sterne“: André Spichalski vom Güstrower Hotel am Weinberg hatte die neue Klassifizierung „3-Sterne-Superior“ für das Hotel Altstadt, das Karin und Detlef Hertzsch gehört, stark angezweifelt (SVZ berichtete). Doch die Nachprüfung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes MV (Dehoga) ergab jetzt: die Klassifizierung des Altstadt-Hotels als „3-Sterne-Superior-Hotel“ war und ist berechtigt. Freude bei Hotelier Hertzsch: „Aufgrund der jetzt erfolgten doppelten Klassifizierung besteht kein Zweifel mehr, das unser Hotel seine Auszeichnung auch tatsächlich verdient.“

André Spichalski, Inhaber des Hotels am Weinberg, das die „3-Sterne-Superior“ 2012 ebenfalls erhielt, hatte sich über diese Klassifizierung für das Altstadt-Hotel beschwert und beim Dehoga die Nachprüfung gefordert. „Das lasse ich mir nicht bieten. Ich will nicht mit dem Altstadt-Hotel auf eine Stufe gestellt werden“, sagt Spichalski damals gegenüber unserer Zeitung. Verärgert montierte er die Sterne am Eingang seines Hotels ab. Die erneut positive Klassifizierung des Altstadt-Hotels wundert ihn nicht: „Nach dem Kriterien-Katalog der Dehoga ist das normal“, sagte er gestern auf SVZ-Nachfrage. „Ich habe auch keinen Streit mit einem Güstrower Hotelier, sondern kritisiere die Sterne-Bewertungskriterien der Dehoga“, stellt er klar und ergänzt: „Meine Sterne bleiben ab. Ich verzichte auf Dehoga-Sterne.“ Stattdessen will er eine neue Tafel am Eingangsbereich anbringen: „Dehoga-Sterne – Nein Danke!“

Matthias Dettmann, Hauptgeschäftsführer des Dehoga MV, kann die Aufregung von Spichalski nicht nachvollziehen. „Es handelt sich hier um objektive Bewertungskriterien, die für alle Hotels gleich gelten“, sagt er. Bei der Nachprüfung war Dettmann gemeinsam mit dem Prüfer Valentin Resetarits und dem Dehoga-Kreisvorsitzenden Axel Wulff selbst im Altstadt-Hotel vor Ort. „Alles kam noch einmal auf den Prüfstand. Das ursprüngliche Ergebnis ,3-Sterne-Superior’ ist berechtigt“, stellt er fest. Aufgrund der Kritik von Spichalski würde der Dehoga jetzt auch nicht die Bewertungskriterien für die Sterne-Klassifizierung ändern. „Die Kriterien sind objektiv und klar definiert, basieren unteranderem auch auf Gästebefragungen“, so Dettmann. Zudem seien die mehr als 250 Kriterien mit unterschiedlicher Gewichtung transparent und nachprüfbar. „Sie beziehen sie jedoch mehr auf die ,Hardware’, weniger auf die Serviceleistungen“, schränkt der Dehoga-Hauptgeschäftsführer ein. Besonderer Wert auf die Ausstattung, auf Dinge, die man anfassen könne, gelegt sowie auf die Sauberkeit.

Das Altstadt-Hotel verfüge über eine moderne Ausstattung wie sie gehobenen Ansprüchen von Reisenden gerecht werde, ist Hotelier Hertzsch überzeugt. In den vergangenen Jahren habe er viel in die Ausstattung investiert. „Sicherlich wissen dies die wenigsten Güstrower und wohl auch der Beschwerdeführer nicht und sie denken an die düsteren Zeiten des ,Zenti’ zurück“, sagt Hertzsch. Doch seit der Neueröffnung 1993 verfolge das Altstadt-Hotel hohe Qualitätsansprüche.

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