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Lokales

20. November 2017 | 14:47 Uhr

Sie wollen Top-Azubi 2010 werden

vom

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erstellt am 11.Okt.2010 | 05:58 Uhr

Güstrow | Finale beim Top-Azubi 2010"-Wettbewerb: Morgen treten in Rostock die besten 16 Lehrlinge aus den Kammerbezirken der Handwerkskammern Schwerin und Ostmecklenburg-Vorpommern gegeneinander an. In vier Einzelwettbewerben müssen die Nachwuchs-Handwerker ihr Können unter Beweis stellen. Unter die 16 Besten haben es auch Benjamin Heinze aus Zehna und Martin Friedrich aus Güstrow geschafft. Sie wollen morgen die Jury mit Schlagfertigkeit, Wortwitz, Allgemeinbildung und ausgeprägtem Selbstbewusstsein überzeugen. Wenn sie es unter die ersten drei schaffen sollten, winken lukrative Preise: Der Top-Azubi wird mit einem Pokal, einer Urkunde und 1000 Euro ausgezeichnet. Der Zweitplatzierte bekommt 750, der Drittplatzierte 500 Euro.

Doch daran denkt Benjamin Heinze unmittelbar vor dem Finale nicht. "Die besten 16 aus beiden Kammern. Das sind harte Gegner", sagt der 20-Jährige aus Zehna, der gerade sein drittes Lehrjahr als Kfz-Mechatroniker bei der Autohaus Güstrow GmbH begonnen hat. Hier hat der Abiturient vom Ernst-Barlach-Gymnasium seinen Traumjob gefunden. Das bescheinigt ihm auch Uwe Janke, Serviceleiter des Güstrower Autohauses: "Sehr gute Leistungen in Schule und Praxis. Ein pfiffiger Junge." Benjamin Heinze hinterfrage seine Tätigkeit. Das sei wichtig, um die moderne, komplizierte Technik zu verstehen. "Solche Leute brauchen wir. Nur wenn man die Technik verstanden hat, kann man das Auto auch reparieren", sagt Janke. Heinze sei interessiert, bringe sich ein und sei kein "Abarbeiter". Und auch wenn Heinze nicht unter die ersten Drei des Wettbewerbs kommen sollte, hat Janke eine frohe Botschaft für ihn: " Wir bilden über Bedarf aus. Aber Azubis mit solchen Ergebnissen und Leistungen wird ein Arbeitsvertrag in unserem Haus angeboten."

Auch Martin Friedrich aus Güstrow ist unter den besten 16 Lehrlingen. Der 25-Jährige wurde in der Barlachstadt geboren und besuchte hier die Schule. Das Abitur legte er im Fachgymnasium in Bockhorst in der Fachrichtung Metalltechnik ab. Eigentlich wollte Martin Friedrich einen kaufmännischen Beruf erlernen. Nach einem Einstellungs-Qualifizierungsjahr in der Güstrower Firma "Elektro-Matz" aber erhielt er von Elektro-Handwerksmeister Peter Matz (57) eine Lehrstelle. "Ich hatte gemerkt, dass ich lieber etwas Handwerkliches machen möchte", sagt Martin Friedrich. Elektroanlagen in Gebäuden verlegen, das macht dem 25-jährigen Azubi Freude. So ist er im dritten Ausbildungsjahr zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik. Einen Abschluss für den staatlich geprüften Pyrotechniker hat er bereits in der Tasche.

Dass er jetzt beim Wettbewerb zum Top-Azubi unter den Besten ist, ist für Peter Matz kein Wunder: "Er ist ein intelligenter und engagierter junger Mann, der im Umgang mit den Kunden ausgezeichnetes Verhalten an den Tag legt." Untermauert werde dies durch gute Leistungen in Theorie und Praxis. In dem Vergleich der Auszubildenden geht es allerdings nicht allein um schulische Leistungen. Es ist Allgemeinwissen gefragt und es wird das Auftreten bewertet. Im Rollenspiel wird unter anderem auch die Bewältigung von Konflikten beurteilt. Hier räumt Peter Matz seinem Azubi beste Chancen ein. Schon jetzt steht für ihn fest, dass Martin Friedrich ein sehr guter Fachmann wird. "Deshalb werde ich einen Antrag auf Lehrverkürzung stellen", so der Elektro-Handwerksmeister. Außerdem arbeitet der Betrieb darauf hin, Martin Friedrich auf die Meisterschule zu schicken. "Er hat Potenzial, das man nicht brach liegen lassen sollte", ist er sicher. Eine Meisterprüfung sei die handwerkliche Basis mit Perspektive.

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