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Lokales

19. August 2017 | 19:02 Uhr

... sie tanzten ein Wochenende lang

vom

Putlitz | Die Rhythmen hämmern durch die laue Sommerluft, allerdings weitaus leiser als noch im Vorjahr. Schon am Horizont sieht man die kleine künstliche Stadt, die für ein Wochenende vor den Toren von Putlitz entstanden ist. Ihre Bewohner hat sie sich gleich mitgebracht - ein illusteres Völkchen, schrill bunt, zumeist barfuß und immer im Takt der Techno-Rhythmen sich wiegend, es sei denn, man hat kurzzeitig mal eine Schlummerpause eingelegt. "Es ist doch schön, was hier stattfindet. Alle sind nett. Von mir aus kann es jedes Jahr so weitergehen." 81 Jahre ist Ursula Nagel und in Putlitz zuhause. Ein Abstecher zur VuuV, den lässt sie sich seit Jahren nicht nehmen. Lob auch von Rettungsschwimmerin Angela Pank. "Unser Schwimmbad hat ein Vielfaches an Besuchern mehr und alle sind gut drauf."

Mit dem Eiswagen Richtung VuuV machten sich Christian und Stephan Rose auf. In Berge hat ihre Mutter eine Eisdiele. In Absprache mit dem Amt boten sie die eiskalte Leckerei am Wochenende auch in Putlitz an. Mit seinem Pferdeshuttle schon seit Jahren dabei ist Egon Prill. Verstärkung gab es noch von Berthold Rowe. Vom Festivalgelände in die Stadt gekutscht zu werden, die junge VuuV-Truppe aus Bayern ist begeistert.

Aus Israel kommt Gadi, zumindest sein Besuch, denn selbst wohnt Gadi in Berlin. In Putlitz ist er das erste Mal. "Es ist angenehm hier, alle sind locker. Hoffentlich ist es nicht die letzte VuuV. Zu wenig Leute."

Mit 5000 Teilnehmern hat Veranstalter Peter Weigert gerechnet. Schätzungsweise 3500 waren es, die wieder zur Mega-Party nach Putlitz pilgerten. Eine abschließende Zahl liegt noch nicht vor. "Wir sind etwas kleiner, familiärer und eben auch leiser geworden", so Wilfried Dörr vom Veranstalterteam. Aber es sei wieder eine gute Party gewesen, "wir haben viel Zustimmung bekommen", so Dörr. Und er betont in diesem Zusammenhang das gute Miteinander zwischen Polizei und Stadt sowie DRK, Feuerwehr und "eclipse" und vor allem auch die freundliche Aufnahme. All das spreche dafür, dass es auch im nächsten Jahr wieder eine VuuV in Putlitz gäbe, betont Wilfried Dörr.

Allerdings nicht mehr an diesem Standort. Ein Versprechen, das die Stadt den Anliegern gab, die vor allem die Lärmbelästigung ins Gefecht führten. Schon in diesem Jahr reagierten Veranstalter und Kommune, wurde der Lärmpegel von bis dato maximal 110 Dezibel auf 70 Dezibel tagsüber, 65 in den Ruhezeiten und 55 über Nacht begrenzt. Drei Messstellen auf dem Festivalgelände in Richtung Anlieger und Stadt richtete der Veranstalter ein, besetzt von ausgebildeten Fachleuten mit geeichten Messgeräten. Die detaillierte Protokollführung, die mit den Werten des von der Stadt bestellten Gutachters abgeglichen wurde, belege, der Pegel lag stets in dem zulässigen Bereich. Einzig eine Batterie Knaller ließ diesen Samstagfrüh empor schnellen. Doch das Securityteam um Chefin Su Gärtner sorgte stehenden Fußes für Ordnung. Lobende Worte auch für die Polizeipräsenz. "Das geht in Ordnung. Sie sind da, ohne dass man sie groß auf dem Platz sieht. Das gibt einem schon auch ein Gefühl der Sicherheit", sagen Heike und Kathrin aus Nordfriesland. Begeistert auch die Kosmopolit-Großfamilie, wie sie sich selbst bezeichnet, um Stammesältesten Wolfgang, einem Kunstmaler aus Heidelberg. "Wir haben uns irgendwie gefunden, kommen aus Deutschland, der Schweiz, Peru und treffen uns auf den unterschiedlichsten Spirituell-Festivals. Putlitz ist energetisch super."

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erstellt am 01.Aug.2010 | 05:04 Uhr

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