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Lokales

20. September 2017 | 22:00 Uhr

Sie kämpfen für Rostocks Kinder

vom

svz.de von
erstellt am 24.Nov.2011 | 12:29 Uhr

Der Boxer mit Herz

Am 17. Dezember steigt bei der Benefiz-Fight-Night Jens Schwandt in den Ring. Unter dem Motto „Rostocks Bürger kämpfen für Rostocks Kinder“ wird der Spezialist für Kanalinspektion gegen den Gastronomen Matthias Giebner vom Humboldt antreten. Und er kommt gerade erst richtig in Fahrt. Vier Kilogramm, von 97 auf 93, hat er schon abgenommen und einige Muskelmasse zugelegt. Es ist das erste Mal, dass er boxt. „Ich mach mir keine Sorgen, man muss halt schneller sein als der andere“, sagt Schwandt. Beim Training kann er gut mit den Sportlern mithalten, macht auch weiter, wenn der Kopf hochrot wird, und behält ein Lächeln auf den Lippen. Schwandt hat Durchhaltevermögen. Das merken auch seine Kollegen. „Die feuern mich schon an, sehen ja auch gleich, wenn die Nase schief oder das Auge blau ist.“ Schwandt macht das nicht viel aus. Er trainiert weiter, weiß, was auf ihn zukommt – nämlich Matthias Giebner. „Der ist zehn Jahre jünger und einen Kopf größer. Aber es passt vom Gewicht her“, sagt Schwandt. Pessimistisch stimmt ihn das nicht. „Aber natürlich schaff ich das, man geht nicht in den Ring, um zu verlieren“, sagt er. Und seine Familie steht hinter ihm. „Meine Frau Daniela und meine dreijährige Tochter Leni finden das toll.“ Leni versteht zwar nicht richtig, was ihr Papa da macht, bemerkt aber seinen Kampfgeist. Beim Boxen wird ihn aber natürlich nur seine Frau anfeuern. „Wenn das Geld für die Kinder zusammenkommt, ist das eine tolle Sache. Da kriegen es die, die es brauchen. Ich bin ja selbst Vater“, erklärt er seine Teilnahme.

Steckbrief Jens Schwandt
Nickname: The Lumberjack
Alter: 33 Jahre
Gewicht: 93 Kilogramm
Größe: 1,86 Meter
Beruf: Fachspezialist für Kanalinspektion bei Eurawasser Nord
Sportarten: Biken
Hobby: Motorsport
Lieblingsgetränk: White Russian


Der ehrgeizige Schwergewichtler

Er gehört zu den Schwergewichten unter den Benefizboxern – Rugbyspieler Andre Bahr von den Dierkower Elchen zu schlagen, wird keine leichte Aufgabe für seinen Gegner, den Footballer Marthias Martinetz von den Griffins. Bahr weiß von seinem Gegner bislang nur, was der Steckbrief ihm verrät. Er gibt nichts auf vorschnelle Siegesprognosen: „Ich gehe lieber pessimistisch ran und freue mich, wenn es doch was wird.“ Für Kinder in den Ring zu steigen, bedeutet für ihn, eine neue Herausforderung zu finden, „sich mal im Ring für einen guten Zweck das Gesicht massieren zu lassen“. Zwei- bis dreimal die Woche kommt er zum Boxtraining mit seinen Teamkollegen von der blauen Ecke. Zudem hat er bis zu zweimal die Woche Rugbytraining und geht ins Fitnessstudio. „Man geht damit an seine Grenzen“, sagt er selbst. Aber seine Trainer Percy Michatz und Martin Sengbusch, der harte Umgangston und der schnelle Wechsel verschiedener Trainingseinheiten sind genau so, wie er es sich vorgestellt. „Wenn ich zum Training gehe, will ich danach fertig sein“, sagt er. Der Rugbyspieler ist ehrgeizig und zieht das Projekt Benefiz-Boxen für Rostocks Kinder straff durch, obwohl er im Boxen noch keine Erfahrungen sammeln konnte. „Für mich ist das eine Sportart, in der ich total unerfahren bin“, sagt er. Handicaps hat er kaum, nur die üblichen Sportverletzungen. „Ich hab leichte Schulterprobleme vom Rugby, nichts, was mich hindern würde.“ Angst vor Verletzungen hat er nicht: „Beim Rugby ist es nichts Anderes. Die Angst um mein Gebiss ist gegenwärtig.“

Steckbrief Andre Bahr
Nickname: Hannibal
Alter: 24 Jahre
Gewicht: 145 Kilogramm
Größe: 1,86 Meter
Beruf: Mechaniker
Sportarten: Rugbyspieler bei den Dierkower Elchen beim SV Dynamo
Hobby: Rugby und Musik
Lieblingsfilm: Bud Spencer und Terence Hill

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