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Lokales

23. Oktober 2017 | 19:20 Uhr

Sie fordern Bau auf dem Zoogelände

vom

svz.de von
erstellt am 20.Apr.2011 | 07:32 Uhr

Stadtmitte | Das Darwineum soll auf dem bisherigen Gelände des Zoos gebaut werden: Das fordert die Bürgerinitiative "Rettet den Branstorfer Wald" in ihrem Bürgerbegehren. Gestern haben die Mitinitiatoren Oswald Möhner und Raik Zschuppan 6280 Unterschriften an Bürgerschaftspräsidentin Karina Jens (CDU) übergeben. Damit ist das Prüfverfahren für das Bürgerbegehren offiziell eingeleitet.

"Entsprechend der Kommunalverfassung haben wir somit alles getan, was in uns möglich ist", sagt Ex-Bausenator Möhner. Dass die Initiative nicht gegen das Darwineum an sich ist, sondern gegen den Bau mitten im Barnstorfer Wald, unterstreicht seine Frau Christa: "Der Wald soll verschont bleiben." Besonders ist dem Ehepaar aufgefallen, dass sie während des Unterschriftensammelns die Bürger erst informieren mussten. "Viele wussten gar nicht, wo das Darwineum eigentlich gebaut werden soll", so Oswald Möhner.

Den Bau auf dem bestehenden Zoogelände hält Direktor Udo Nagel für undenkbar: "Nicht mal ein Viertel ist an Platz vorhanden - selbst wenn es zu Lasten anderer Tiere gehen sollte." Seiner Meinung nach müsse das Projekt zu allererst die Chance auf eine Verwirklichung erhalten. Nachdem Bürgerschaftspräsidentin Jens die Unterschriften entgegennahm, werden die Stimmen nun auf ihre Gültigkeit geprüft. "Mindestens 4001 davon müssen Rostocker sein", sagt sie. Ist dieses Kriterium erfüllt, geht das Begehren in die Verwaltung zur Rechtsprüfung. "Es wird auf die Rechtmäßigkeit geprüft und auf die rechtlichen und finanziellen Auswirkungen untersucht", ergänzt Jens. Ein Knackpunkt könne sein, dass bereits zu viel Zeit verstrichen ist, so die Bürgerschaftspräsidentin. Denn während des Prüfverfahren, gehen die Arbeiten auf dem drei Hektar großen Gelände im Barnstorfer Wald weiter. "Einzig in einem Eilverfahren könnte ein vorzeitiger Baustopp erwirkt werden", sagt Jens. Davon geht sie jedoch nicht aus. Daher wird das Begehren nach Prüfung in die Bürgerschaft gegeben. Möglicherweise kommt es dann zum Bürgerentscheid. "Das wäre mit dem Aufwand einer Kommunalwahl zu vergleichen", sagt Jens.


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