Sie bündeln ihre Kräfte

Mit diesem Logo wollen sich die Genossenschaften künftig gemeinsam präsentieren.
Mit diesem Logo wollen sich die Genossenschaften künftig gemeinsam präsentieren.

svz.de von
07. März 2013, 10:27 Uhr

Rund 50 Genossenschaften mit 8000 Mitgliedern gibt es in der Prignitz. Sie wollen künftig zusammenarbeiten, voneinander profitieren und sich gemeinsam präsentieren. Gestern wurde die Projektidee der Regionalförderung Prignitzland e. V. auf einer Pressekonferenz vorgestellt.

Primäres Ziel ist es, die Genossenschaften unter ein Dach zu bringen. Unter Federführung der Perleberger Agentur Döring und Waesch entsteht dazu ein gemeinsamer Internetauftritt. Genossenschaften werden im Por trät vorgestellt, ergänzt um zentrale Fakten wie Mitgliederzahlen oder Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten, erklärt Peter Waesch.

Karsten Korup als Chef der Wohnungsgenossenschaft Wittenberge erkennt in dem Projekt eine ganze Reihe von Vorteilen. "Gemeinsame Messeauftritte und Werbeaktionen über den Landkreis hinaus sind möglich", sagt er. Während es beispielsweise in Berlin und Potsdam immer schwieriger werde, bezahlten Wohnraum zu finden, könne die Prignitz attraktive Alternativen bieten.

Beispiel Lehrstelle: Die sieben Wohnungsgenossenschaften, die Volks- und Raiffeisenbank, die Agrar-, Einkaufs- und Liefergenossenschaften bilden eine Reihe von ganz unterschiedlichen Berufen aus. Gerade die kleineren unter ihnen hätten kaum personelle und finanzielle Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen. Gemeinsam im Verbund würden sich ganz andere Chancen ergeben.

Christina Stettin, Geschäftsführerin Kreisbauernverband, erwartet vielversprechende Projekte für landwirtschaftliche Erzeuger, zum Beispiel für die Direktvermarktung. Schon oft sei diese gescheitert, aber mit anderen Genossenschaften die teilweise sogar Handelseinrichtungen in ihren Objekten haben, könnten sich neue Perspektiven eröffnen.

Dezentrale Energieversorgung sei ein weiteres Thema, ergänzt Korup. Die Landgenossenschaft baue Mais an, eine andere Genossenschaft betreibe eine Biogasanlage und die Wohnungsgenossenschaft nehme die Wärme ab. Alle Beteiligten würden profitieren.

Fakt ist, in dieser Form sei das Projekt einmalig in Brandenburg, erklärt Peter Waesch. Von der EU gibt es bis Jahresende 100 000 Euro für die Umsetzung, die Co-Finanzierung übernehmen die Genossenschaften. Ein erstes Ergebnis präsentieren Döring und Waesch gestern: das künftige Logo.Es zeigt eine Wabe, angelehnt an einen Bienenstock und soll die Zusammengehörigkeit der Genossenschaft symbolisieren. Unter der Homepage www.prignitzer-genossenschaften.de sind bereits einige Informationen zu finden, die kontinuierlich um die Por träts der Genossenschaften ergänzt werden.

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