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Lokales

18. November 2017 | 09:25 Uhr

SGS investiert: Hilfe für Rolli-Fahrer

vom

svz.de von
erstellt am 27.Okt.2010 | 07:17 Uhr

Gadebusch | Für mehr als 400 000 Euro hat die SGS Bus und Reisen GmbH ihre Fahrzeugflotte um zwei weitere behindertengerechte Busse erweitert und gestern offiziell in Betrieb genommen. Ein dritter Niederflurbus soll noch in diesem Jahr folgen. Damit stehen dem kommunalen Unternehmen sieben behindertengerechte Fahrzeuge zur Verfügung. Sie können auch von Fahrgästen mit eingeschränkter Mobilität genutzt werden und geben somit die Chance, dem Alltag zu entfliehen.

Die Probe aufs Exempel machte gestern der Schweriner Horst Bährend. Der 71-Jährige ist gehbehindert und auf den Rollstuhl angewiesen. Problemlos gelangte er in Schwerin über die Rampe in den Niederflurbus. In Kürze wolle er per Bus einen Ausflug in das drittälteste Ostseebad Deutschlands unternehmen - Boltenhagen.

"Worüber heute diskutiert wird, ist bei uns selbstverständlich. Wir satteln jetzt quasi auf. Denn die öffentliche Teilhabe, über die heute im politischen Raum diskutiert wird, ist bei uns schon seit Jahren gegeben. Wir haben damals weiter gedacht, als manch einer heutzutage", verdeutlichte gestern Thomas Schwarz. Er ist der Betriebsratsvorsitzende und zugleich Mitglied des SGS-Aufsichtsrates.

"Wir haben vor Jahren geräuschlos damit begonnen"

Vor rund zehn Jahren hatte die SGS Bus und Reisen GmbH den ersten Bus erworben, der über einen Lift für Rollstühle verfügte. "Wir stockten danach auf vier Fahrzeuge mit Hublift auf. Hinzu kommen diese beiden Niederflurbusse. Im Dezember erhalten wir einen weiteren, kleineren Niederflurbus mit 22 Sitzplätzen", verdeutlichte SGS-Geschäftsführer Andreas Helms. Er habe in der öffentlichen Diskussion das Gefühl, als ob einige alles neu erfunden hätten. "Wir wiederum haben bereits vor Jahren geräuschlos damit begonnen", sagte Helms. In ganz Westmecklenburg würden die sieben Busse der SGS mit Lift bzw. Rampe für Rollstühle im Einsatz sein. Rolli-Fahrer und Gehbehinderte haben dadurch die Chance, aus ihrem Alltag heraus zu kommen. Der Vorsitzende des Kreis-Behindertenbeirates, Wolfgang Griese, hatte erst vor wenigen Wochen den Einsatz von Niederflurbussen als eine enorme Erleichterung bezeichnet (SVZ berichtete).

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