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Gemeindevertreter fühlen sich nicht ausreichend informiert : Selmsdorfer stoppen Klärschlammanlage

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Streit gibt es um den Bau einer Klärschlammtrocknungs- anlage auf dem Gelände der Deponie Ihlenberg. Die Gemeindevertreter haben eine Veränderungssperre erlassen – damit ist der Bau erst einmal auf Eis gelegt.

svz.de von
erstellt am 03.Apr.2011 | 06:37 Uhr

Selmsdorf | Die Gemeinde Selmsdorf hat den Bau der geplanten Klärschlammtrocknungsanlage auf der Deponie Ihlenberg vorerst gestoppt.

Die Gemeindevertreter haben eine so genannte Veränderungssperre erlassen. Das bedeutet, dass die Klärschlammtrocknungsanlage vorerst nicht gebaut werden darf. Grund ist, dass sich die Gemeindevertreter von der Geschäftsführung der landeseigenen Deponie nicht ausreichend informiert fühlen. So gebe es viele unbeantwortete Fragen, kritisiert Michael Tauchert (Wählergemeinschaft pro Selmsdorf). "Ich kann nicht entscheiden, ob so eine Anlage sinnvoll oder wie gefährlich sie ist."

Denn: Erst zwölf Tage bevor er und die anderen Gemeindevertreter über den Bauantrag entscheiden sollten, habe Tauchert die Unterlagen auf seinem Schreibtisch gehabt. "Das ist einfach zu wenig Zeit", kritisiert Tauchert Bürgermeister Detlef Hitzigrat (parteilos). Denn der Bürgermeister soll von den Plänen der Deponie seit sechs Wochen gewusst haben. "Es ist erstaunlich, dass der Bürgermeister uns nicht vorher informiert hat", findet Tauchert.

Deshalb fordert er mehr Informationen über die geplante Anlage. "Ich entscheide ja nicht nur für mich, sondern auch für die Leute, die mich gewählt haben. Und ich habe auch eine Verantwortung für die 5000 Schönberger." Der Grund: Die Nachbarstadt darf nicht mitentscheiden, ob die Klärschlammtrocknungsanlage gebaut wird.

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