"Selbstständige Schule sofort"

Dorin Müthel-Brenncke (M.) leitet von jetzt an den Vorstand der CDU in den Landeshauptstadt.Rainer Cordes
Dorin Müthel-Brenncke (M.) leitet von jetzt an den Vorstand der CDU in den Landeshauptstadt.Rainer Cordes

von
02. Dezember 2009, 08:32 Uhr

Schwerin | Auf dem Kreisparteitag der Schweriner CDU hat sich der neue Vorstand konstituiert. Mit großer Zustimmung wurde die 41-jährige Schweriner Unternehmerin Dorin Müthel-Brenncke zur neuen Vorsitzenden gewählt. Sie übernimmt die Kapitänsmütze von Gerd-Ulrich Tanneberger, der die Schweriner CDU in den vergangenen Jahren durch teils schweres Fahrwasser geführt hatte. Vincent Kokert, Generalsekretär des CDU-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern, dankte Tanneberger für sein großes Engagement. Die neue Schweriner Kreisvorsitzende nannte es als eines ihrer vorrangigen Ziele, die CDU in der Landeshauptstadt auch künftig als wichtige gestaltende Kraft zu etablieren und sich aktiv den Aufgaben vor Ort zu stellen. Dazu zähle auch der Kontakt zu den Bürgern. Dorin Müthel-Brenncke: "Politik soll geradlinig sein, orientiert an der Sache und ausgerichtet auf der Suche nach der besten Lösung. Politik soll die Welt ein Stück besser machen."

Zu stellvertretenden CDU-Kreisvorsitzenden wurden Klaus Lemke und Dr. Hagen Brauer gewählt. Als Kreisschatzmeister wurde Thomas Munzert bestätigt. Für ebenfalls zwei Jahre gehören folgende Mitglieder zum Kreisvorstand: Stefan Kolodzik (Kreisvorsitzender der Jungen Union), Kurt Schanné, Dr. Armin Jäger, Cordula Koppe, Dietrich Monstadt, Sabine Beck, Christiane Hagemann und Dietrich Schwarz. Im Kreisvorstand arbeiten ebenfalls Stadtpräsident Stephan Nolte und der Fraktionsvorsitzende der Schweriner CDU/FDP-Fraktion Sebastian Ehlers mit.

Ehlers ging in seinem Grußwort auf die aktuelle Situation in Schwerin ein und zog seine Bilanz des ersten Amtsjahres der Oberbürgermeistern: "Eine klare Linie ist bislang nicht zu erkennen. Es reicht nicht aus, bei jedem Problem auf das Land zu zeigen und dabei eigene Hausaufgaben nicht zu machen. Es ist z.B. nicht akzeptabel, wenn das Schulgesetz durch den Schuldezernenten nicht umgesetzt wird. Ich erwarte, dass die Oberbürgermeisterin das Thema zur Chefsache macht."

Die Junge Union (JU) war mit ihrem Antrag zur Selbstständigen Schule erfolgreich: "Wir fordern vom Schuldezernenten Niesen, die sofortige Umsetzung der Selbstständigen Schule in Schwerin", machte Stefan Kolodzik auf dem Parteitag klar: "Die Schulgesetzänderung stärkt die Eigenverantwortung der Schulen und bietet künftig die Möglichkeit, eigene Schwerpunkte zu setzen. Zur Umsetzung sind alle Kreise und kreisfreie Städte verpflichtet. Der befohlene Stillstand wird uns teuer zustehen kommen, da alle anderen Kreise das Gesetz wie geplant umgesetzt haben. Wir können nicht hinnehmen, dass Niesen Politik auf dem Rücken der Stadt und seiner Schüler macht."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen